Dessau (mge/sza) l Fußball- Kreisoberliga-Aufsteiger BSV Deetz/Lindau unterlag im Punktspiel dem Mitfavoriten und Landesklasse-Absteiger Vorwärts Dessau mit 1:3 (1:2).

Der BSV musste auf Abwehrchef Ben Kaiser verzichten. Ralf Alarich fehlt noch die Wechselfreigabe des SC Nedlitz.

In den ersten Minuten war das Spiel ausgeglichen. Aus heiterem Himmel fiel das 1:0 für die ASG. Nach langem Einwurf über die Abwehr traf Nico Frauendorf aus Nahdistanz über den Kopf von Torhüter Daniel Leps ins obere kurze Eck. Dann ließ der Vorwärts-Torwart den Ball fallen. Carsten Eichelmann war zur Stelle und spitzelte die Kugel ins Tor. Zur Überraschung der Gäste gab Schiedsrichter Ralf Mehnert (DSV 97) den Treffer nicht (11.). Als Eichelmann aus 20 Metern (m) abzog, wehrte der Torwart noch ab (20.).

Der BSV war jetzt spielbestimmend. Auf dem Platz wurde mittlerweile von Seiten der Dessauer nur noch gepöbelt und gemeckert. Auch die Zuschauer brüllten sehr aggressiv gegen das Schiedsrichter-Gespann. In der 22. Minute das 2:0 für Vorwärts. Zwei Spieler standen beim Konter eindeutig im Abseits. Mehnert pfiff nicht. Der Linienrichter konnte bei dem Tempo nicht mithalten und war nicht auf der Höhe.

Die Härte auf dem Platz nahm zu. Nach schnellem BSV-Angriff über Carsten Dietrich und Kevin Nitschke wurden beide ungeahndet regelrecht weggesäbelt. Eichelmann zog aus 20 m ab, doch der Torwart parierte glänzend (30.). Nach Ecke der Gastgeber klärte Torwart Leps einen Kopfball reaktionsschnell (38.). Dann zog Nitschke volley aus 25 m ab. Wiederum zeigte der Dessauer Torhüter eine Großtat (41.).

Der längst fällige Anschlusstreffer des BSV durch Sebastian Zähle fiel in der 43. Minute. Er überlistete den Keeper mit einem Heber aus 20 m.

Zwei Minuten nach Wiederanpfiff traf wiederum Goalgette Frauendorf mit seinem dritten Treffer zur 3:1-Führung für Vorwärts. Vorausgegangen war ein eklatanter Stellungsfehler in der BSV-Hintermannschaft. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Jetzt zog sich Vorwärts etwas zurück. Das Spiel war zerfahren. Durch einige Fouls und Verletzungen kam kein Spielfluss zustande.

Der Schiri griff nicht energisch genug durch, ließ sich von Zuschauern und Spielern regelrecht einschüchtern.

Dann kam der BSV zum Anschlusstreffer (65). Das dachten alle mitgereisten Zuschauer. Doch nach lautstarken Abseitsrufen der Zuschauer hob der Linienrichter die Fahne. Der BSV ließ den Kopf nicht hängen und wurde immer besser. Immer wieder war es Florian Lehmann, der sein Team antrieb. Vor dem Tor wurde zu viel Kleinklein gespielt und der Abschluss zu zögerlich gesucht.

Torsten Fricke hatte freie Bahn zum Tor, wurde aber von hinten klar festgehalten und im Strafraum zu Fall gebracht. Doch der Pfiff blieb aus (78.). So rannte der BSV bis zum Ende der Partie erfolglos an.

Das erste Auswärtsspiel war eine weitere Steigerung. Die spielerisch bessere Mannschaft hatte verloren. In zwei Wochen stehen sich beide Teams im Pokal wieder gegenüber, dann in Lindau. Das wird sicherlich wieder eine spannende Angelegenheit und der BSV wird nicht chancenlos sein.

BSV Deetz/Lindau: Leps - Baude, Zähle, Konzok, Fahle, Lehmann, Borchers (77. Schmied), Fricke, Dietrich (65. Steller), Nitschke, Eichelmann (46. Schulze).