Zerbst l Zwar darf noch nicht in der Friesenhalle gespielt werden, aber das Außengelände bot sich super für einige Übungen an. „Wir wollten vor allem, das sich die Kinder bewegen und wiedersehen“, sagte die Abteilungsleiterin Badminton beim TV „Gut Heil“ Zerbst, Petra Herthum. Vor allem die Kondition sollte geschult werden. „Später wollen wir vielleicht einen Ball-Galgen aufbauen, so dass die Kinder Schlagübungen machen können“, verriet sie.

Die Kinder mussten nach kurzer Belehrung erstmal schwitzen. Trainer Hilmar Pfeiffer schickte sie zur Erwärmung für zwei Runden um das Friesenhallen-Areal. Bei den Temperaturen am vergangenen Mittwoch kamen sie schon ins Schwitzen. Anschließend standen im Dreieck sitzend mit dem gebührenden „Corona-Abstand“ Dehnübungen an. Jedes Kind musste sich eine Übung ausdenken und vormachen.

Dann ging es, eingeteilt in Gruppen, zu verschiedenen Übungen. Trainiert wurden neben der Kondition unter anderem Schnelligkeit, Sprungkraft, Armkraft sowie das Federballspiel.

„Die Pause war und ist zu groß und damit die Kinder wieder in Gange kommen, wollten wir nicht länger warten“, erklärte Petra Herthum. Sie und ihre Mitstreiter hoffen, dass sie nach den erneuten Lockerungen „recht bald wieder in die Sporthalle können“. Gerade deshalb fand die Prödelerin das Außentraining „ideal“. „So haben wir schon ein paarmal trainiert, sind wieder motiviert und haben schon eine gewisse Kondition.“

Den Antrag auf die Nutzung der Friesenhalle hat die Abteilung bereits an den Hauptverein gestellt, was „alles unkompliziert lief“. Schade findet es die Sportlerin, dass „so viele Turniere für die Kinder ausfallen mussten“. Deshalb wollen sie und Trainer Hilmar Pfeiffer versuchen, „ganz viele Freundschaftsspiele, beispielsweise mit Bitterfeld oder Wolfen, zu machen, so dass die Kinder wieder in Gange kommen“.

Für die zweite Jahreshälfte hofft die Abteilungsleiterin, dass „wenigstens intern gespielt werden kann.“ „Es wäre schön, wenn es mit Turnieren, gemeinsam mit den Eltern und Kindern, wieder losgehen könnte, so dass die Kinder das Turnier-Feeling wieder kriegen. Denn wir haben gemerkt, dass den Eltern und auch den Kindern diese internen Turniere sehr viel bringen. Sich vorbereiten, konzentrieren, kämpfen – das lernen sie hier genauso. Und damit fangen wir, sobald es geht, gleich wieder an.“

Hoffnung auf Nutzung der Friesenhalle

Auch für die erwachsenen Spieler fiel ganz viel ins „Corona-Wasser“. So konnte die Landesliga O40-Saison nicht zu Ende gespielt werden. Etliche Meisterschaften fielen aus. „Die Landesmeisterschaft wird definitiv nicht mehr stattfinden. Die Norddeutsche Meisterschaft könnte eventuell noch später, voraussichtlich erst im Oktober oder November, ohne Qualifikation stattfinden. Dafür hätte jedes Land dann drei Einzel, drei Doppel und drei Mix und jedes Land muss auch nach bestem Gewissen entscheiden, wer dort spielen darf“, erläuterte Petra Herthum.

Die Sportlerin selbst hält sich mit „viel Fahrradfahren“ fit. „Acht Wochen sind einfach eine zu lange Pause. Wichtig ist es, wieder anzufangen und ich hoffe, es wird keine zu lange Sommerpause geben, so dass wir dann durchziehen können“, äußerte die Abteilungsleiterin auch ihre Hoffnung zur Nutzung der Sportstätte.

Das Training in der Abteilung Badminton beim TV „Gut Heil“ Zerbst läuft wieder an und hoffentlich dauert es nicht mehr zu lange, bis die Sportler wieder an die hohen Netze dürfen und die ersten internen Turniere ausgetragen werden können.