Zerbst l Der Ländersportrat des Deutschen Keglerbund Classic (DKBC) hat über den aufgrund der Corona-Pandemie von der Task Force erarbeiteten Drei-Stufen-Plan zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes in den Bundesligen im Online-Umlaufverfahren abgestimmt. Mit 32 von 33 Stimmen bei einer nicht abgegebenen Stimme wurde dieser genehmigt.

Der darin enthaltene Plan A ist jedoch schon wieder unaktuell. Er kann aufgrund der Regelungen von Bund und Ländern in der Vorwoche nicht mehr angewendet werden. Hier wäre es nötig gewesen, dass ab dem 1. Dezember ein bundesweiter Trainingsbetrieb möglich ist.

„Die Abstimmung war ohne Gegenstimme“, sagte Lothar Müller, Präsident des SKV Rot Weiß Zerbst und Bundesligasprecher, der Mitglied der Task Force ist. „Im Drei-Stufen-Plan wurde eine Zeitachse beschlossen, die uns nun schon im Plan A überholt hat.“

Hoffnung auf Plan B

Die Kegler hoffen nun auf Plan B. Das würde bedeuten, dass ab dem 1. Januar 2021 bundesweit trainiert werden darf. Dann würde die Saison ab dem 30. Januar 2021 mit diesem Rahmenplan fortgesetzt. „Plan B ist derzeit noch realistisch, aber praktisch sicherlich schwer umsetzbar“, so Müller.

Ist nach dem 1. Januar 2021 noch kein bundesweiter Trainingsbetrieb möglich oder nach dem 30. Januar 2021 ein weiterer Lockdown notwendig, greift die drastischste aller Maßnahmen. Die Saison 2020/2021 wird dann ohne Wertung abgebrochen und regulär im September 2021 neu angesetzt.

Saisonabbruch möglich

„Wir müssen uns sicherlich mit dem Gedanken befassen, dass die Saison abgebrochen wird, wenn im Januar noch kein Trainingsbetrieb umsetzbar ist. So wird es auch keine Meister, keine Auf- und keine Absteiger geben“, muss der Präsident des 15-fachen deutschen Meisters aus Zerbst eingestehen.

Inwieweit diese Vorgehensweise Einfluss auf den Landesspielbetrieb in Sachsen-Anhalt hat, werden die Gremien des Landesverbandes (LVKB) dann entscheiden.

Der Präsident und Sektionsvorsitzende Classic des LVKB, Wolfram Beck, teilte mit, dass die DKBC-Vorgehensweise „nicht automatisch Anwendung im Landesspielbetrieb findet“. „Wir werden Vorgehensweisen erarbeiten und beschließen, wenn belastbare Aussagen aus der dann gültigen Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt vorliegen.“