Zerbst l Sein Vater Walter Löwigt spielte schon in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts bei der BSG Aufbau Zerbst, dessen Träger die Kreis-Handwerkskammer war, mit dem Zelluloidball und war bis mindestens 1991 noch aktiv. Er infizierte auch seinen Sohn Jürgen mit dem „Tischtennis-Virus“. Die ersten bekannten Informationen zum Tischtennis-Sport von Jürgen Löwigt liegen aus dem Jahr 1965 vor, als er bei der gerade neu gegründeten TTSG Zerbst in der zweiten Herrenmannschaft in der 4. Oberschule „Am Amtsmühlenweg“ spielte. Das Team stieg damals von der Bezirksklasse in die Bezirksliga, die höchste Klasse im Bezirk Magdeburg, auf.

1974 war er mit dabei, als die TTSG Zerbst I in Jüterbog erstmals den Aufstieg in die DDR-Liga schaffte. Höhepunkte in seinem Mannschaftssport waren dann die Spieljahre 1983 bis 1985, als die Zerbster in der neu gegründeten ersten Liga spielten. Mit Helmut und Harald Schreiber, Wolfgang Trebjilla, Jürgen Adolph und dem im Vorjahr verstorbenen Josef Borzas führten Fahrten u.a. nach Berlin, Eberswalde-Finow und Stralsund.

In der Serie 1983/84 erreichte die Mannschaft mit Platz sechs klar den Klassenerhalt. In der folgenden Saison stiegen die Zerbster dann jedoch wieder ab. Mehrere Jahre war Jürgen Löwigt in der 2. DDR-Liga und auf Bezirks- bzw. Verbands- ebene aktiv. Heute ist er in der dritten Herrenschaft vom TTC „Anhalt“ Zerbst in der Bezirksklasse aufgestellt. Er war Corona-bedingt jedoch wenig im Einsatz. Aber auch heute noch ist sein unbändiger Ehrgeiz stets zu sehen, sein Siegeswille ungebrochen. Er ist ein Vorbild für so manchen Nachwuchsspieler beim TTC.

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Übungsleiter und Vorbild

Der Familienvater war auch stets ein guter Trainingspartner. Der Abwehrstratege war einfach schwer zu bezwingen und so mancher Spieler verzweifelte und verzweifelt daran, dass er viele Bälle, wie von Zauberhand, noch unter und neben der Tischkante hervorholt und auf die „Platte“ des Gegners bringt. Viele Nachwuchsspieler bissen sich an „Jonny“, wie er mit dem Spitznamen genannt wird, die Zähne aus. Selbst 15 Punkte Vorsprung nach der alten Zählweise bis 21 Punkte reichten manchmal im Training nicht, um ihn zu be- zwingen.

1966 reiste Jürgen Löwigt mit einer Zerbster Tischtennis-Delegation nach Prag zu einem Freundschaftsspiel und war auch im Einzel viel unterwegs. Auch als die Zerbster 1991 erstmals mit einem Bus in die Partnerstadt Jever fuhren, waren Jürgen Löwigt und seine Frau dabei. An zahlreichen Meisterschaften und Ranglisten nahm der Jubilar teil. Diverse Landesmeisterschaften an der Sportschule Osterburg waren und sind auch heute noch, im Seniorenbereich, oft das Ziel. Er erreichte einige vordere Platzierungen bei den Herren und bei den Senioren.

Seit mehreren Jahrzehnten leitet der ausgebildete Übungsleiter die Arbeitsgemeinschaft Tischtennis an der Zerbster „Astrid-Lindgren-Grundschule“. Seine Tischtennis-Kinder nehmen jährlich an den mini-Meisterschaften teil und erreichten meist die vorderen Plätze beim mini-Kreisentscheid.

Im Sportzentrum Zerbst-Nord ist Jürgen Löwigt dienstags ab 17 Uhr als Trainer des TTC-Nachwuchses aktiv. Leider ruht zur Zeit aufgrund der Corona-Pandemie auch dieses Training.

Genauso wie die Spiele seiner Vereinsmannschaften, die er sich, wenn er nicht selbst um Punkte kämpft, gern anschaut und seine Teams mit anfeuert.

Sein Verein, alle seine Sportfreunde und Wegbegleiter wünschen dem Jubilar Gesundheit und weiterhin alles Gute bei seiner Sportart Tischtennis.