Lübs l „Wir konnten unsere Spielweise nicht abrufen“, so der Trainer, dessen Männer per Kick and Rush den Erfolg suchten. Dies funktionierte nicht so richtig und 100-prozentige Chancen gab es auch nicht. Also musste erst einmal ein Standard für die Gehrdener Führung sorgen. In der 30. Minute musste ein Freistoß dazu herhalten. Dieser war umso sehenswerter. Moritz Schmidt führte diesen direkt aus zirka 23 Metern aus. Der Aufsetzer sprang, unhaltbar für Torhüter Clemens Burow, ins Gehäuse – 1:0.

Anstatt engagiert weiter zu machen, ließen die Gastgeber die Zügel schleifen und so konnten die agilen Karither durch Carsten Thürk mit dem Halbzeitpfiff zum 1:1 ausgleichen (45.). „Das Gegentor hatte sich in den letzten 25 Minuten schon angekündigt. Wir haben förmlich drum gebettelt“, war der Coach entsprechend sauer.

In der zweiten Halbzeit kamen die Gehrdener dann besser ins Spiel. In der 51. Minute konnten sie dann auch auf 2:1 erhöhen. Bei einer Ecke von M. Schmidt schlich sich Florian Baumgart davon und köpfte die Kugel ins linke obere Toreck ein.

Auch in der Folge blieb die Partie umkämpft. In der 68. Minute erhielten die Gäste einen Freistoß, „der keiner war“ (Schunke) zugesprochen. Der Schuss von Maximilian Kompf sah zwar haltbar aus, landete aber dennoch im Kasten von Sebastian Götze und es stand erneut unentschieden – 2:2.

Die Gehrdener erarbeiteten sich nun einige verheißungsvolle Möglichkeiten. So eroberte Baumgart den Ball und spielte auf M. Schmidt, doch Kariths Torhüter Burow war schneller am Ball. Den Abpraller schoss dann Tino Raugust knapp über das Tor.

Elfmeter

In der 76. Minute erhielten die Gehrdener dann einen Elfmeter zugesprochen. „Es war eine 50:50-Situation und endlich hatten wir auch mal das Glück auf unserer Seite“, so „Schunki“. Raugust übernahm Verantwortung und versenkte die Kugel zum 3:2. Dabei blieb es dann auch und der VfL konnte endlich wieder einen Sieg bejubeln.

„Wir wollten den Sieg unbedingt haben und haben ihn uns auch erarbeitet. Klar hätten wir es besser gestalten müssen. Chancen zum 3:1 oder sogar 4:1 waren da. So haben wir uns durchgezittert“, sagte Andreas Schunke, der dafür auch eine Erklärung fand: „Nach dem Niegripp-Spiel herrschte große Verunsicherung. Es war eine Kopfsache und keiner wollte einen Fehler machen. Der Sieg geht in Ordnung, weil wir in der zweiten Halbzeit besser waren und er war auch enorm wichtig für uns.“

Am Sonntag sieht es für den VfL zumindest von der Papierform her lösbar aus. Da muss er beim Vorletzten der Tabelle, beim SV Traktor Tucheim, antreten. Im Hinspiel siegte der VfL 6:0. Mit einem weiteren Erfolg sollten die Gehrdener die richtige Richtung für den Rest der Rückserie eingeschlagen haben.

VfL Gehrden: Götze – Gerber, Tobias Fricke, Eric Schmidt, Tangermann, Rehse (64. Rettschlag), Konstabel, Moritz Schmidt (69. Böttge), Raugust, Steinert, Baumgart; SR: Rudolf Krüger - Blau-Weiß Loburg; ZS: 46.