Lübs l Am Ende war es „ein verdienter Sieg“ für den VfL Gehrden meinte Trainer Andreas Schunke, der aber einschränkte, dass man das Spiel hätte „besser gestalten müssen“. Nach 96 Minuten stand ein 5:3 (2:2)-Sieg gegen den SV Traktor Tucheim an der Anzeige.

Der VfL startete verheißungsvoll. Nach gutem Spielzug über Frieder Konstabel vollendete Florian Baumgart in der zehnten Minute zum 1:0. Doch im Gegenzug glich Tucheims Benjamin Richter nach einer Ecke zum 1:1 aus (12.).

Die nächste Großchance hatte wieder der VfL durch Jens Steller. Ein gut getimter Ball kam von Moritz Schmidt zu Tino Raugust, der Steller sah. Der zog aus der Distanz ab, aber die Kugel klatschte nur an die Latte (15.).

In der 26. Minute erneut ein unnötiges Gegentor. Moritz Schmidt und Steffen Leps behinderten sich gegenseitig und Pascal Thiede netzte zum 2:1 ein. „Das war hochgradig ärgerlich, aber zum Glück kamen wir noch zum 2:2“, kommentierte der Coach.

Denn erneut „Baumi“, der auf seiner neuen Position im rechten Mittelfeld immer besser zurecht kommt, jagte die Kugel aus spitzem Winkel mit links ins SV-Gehäuse und es stand 2:2 (37.).

Pausentee

In der Pause fand der Trainer die richtigen Worte. „Wir waren das bessere Team und hätten eigentlich 3:0 führen müssen“, ärgerte sich Schunke immer noch über die „leichten Gegentore“ und forderte sein Team auf, „wachsamer und effektiver zu sein“.

Doch die Gehrdener waren wohl mit ihren Gedanken noch in der Pause, da zappelte der Ball im Tor von Dennis Böttge. Chris Dettloff nutzte die Schlafmützigkeit aus und traf zum 3:2 (46.).

Nun erhöhten die Gastgeber den Druck und erneut konnte sich Baumgart belohnen, als sein Kopfball zum 3:3-Ausgleich einschlug (55.). Es war sein dritter Treffer und sein siebtes Saisontor.

„Schunki“ forderte seine Männer auf, nicht „nachzulassen“. Das funktionierte. „Wir haben dann auch hinten deutlich besser gestanden und nichts mehr zugelassen“, lobte er seine Defensive.

Führung

In der 61. Minute ging der VfL dann wieder in Führung. Der eingewechselte Maik Böttge bediente Maxi Leps, der „dahin ging, wo es wehtut“ (Schunke) und per Kopf zum 4:3 verwandelte.

Das 5:3 folgte in der 75. Minute durch Raugust, der aus der Distanz abzog und unter Mithilfe von SV-Keeper Adrian-Max Vorpahl landete die Kugel im Gehäuse.

In der Nachspielzeit erhielten die Gäste noch einen Strafstoß zugesprochen, den sie aber nicht verwerten konnten. So blieb es beim verdienten Gehrdener Sieg.

„So ein Spiel hätten wir cleverer und klarer gestalten müssen und die Gegentore sind einfach zu leicht gefallen“, bemängelte Andreas Schunke. Der Banker fand aber auch Lob für seine Mannschaft: „Wir haben gegen diese kampf- und laufstarke Truppe nicht aufgegeben und fünf Tore muss man auch erstmal schießen.“

Der VfL steht wieder auf Platz vier der Tabelle und muss am Samstag beim TSV Brettin-Roßdorf antreten. „Wir sind mit 19 Punkten voll im Soll, können die nächsten Spiele beruhigter angehen und wollen noch einige Punkte holen“, blickte „Schunki“ schon voraus.

Gehrden: D. Böttge – M. Leps, Rettschlag, E. Schmidt, Tob. Fricke, St. Leps (54. M. Böttge), Konstabel, M. Schmidt, Raugust, Baumgart, Steller (63. Lae-secke); SR: Tietz, Konrad - Nedlitz; ZS: 35.