Paschleben l Der Gastgeber hatte zuvor aufhorchen lassen. Er unterlag dem Verbandsligisten 1. FC Bitterfeld-Wolfen nur 0:1. Dennoch wollten die Nedlitzer eine gute Leistung abrufen, was jedoch nur teilweise gelang.

Der SV stand tief und arbeitete mit langen Bällen. Ein Fehlpass von Kevin Nitschke leitete die „One-Man-Show“ des Paschlewwer Torjägers Martin Both ein, der ohne Mühe zum 1:0 einnetzte (12.).

Doch der SC spielte diszipliniert weiter und kam innerhalb von acht Minuten nach Toren von Marcus Rasche, Marcel Kilz und Maximilian Schulze (29., 36., 37.) zur 3:1-Führung.

In der Folge hatte Nedlitz Pech. Ein Schuss von Schulze knallte an die Latte und bei einem Schuss von Kilz parierte Torhüter Steven Schmidt glänzend. „Wir hätten zur Halbzeit durchaus fünf Tore erzielen können, aber so ist eben Fußball“, sagte Trainer Dirk Bizuga.

Kurz vor der Pause schlug Both erneut zu und verkürzte auf 2:3 (43.).

In der zweiten Halbzeit kamen mit Christian Schmidt und Nikolai Kuklin neue Kräfte und Bizuga stellte um. So richtig funktionierte es nicht und die Gäste versäumten es, das vierte Tor zu machen. „Die Paschlewwer standen defensiv sehr gut und hatten immer ein Bein dazwischen. Sie schlugen lange Bällen in die Nahtstellen und die zweite Halbzeit ging auch an sie“, räumte Bizuga ein. Denn Bothe sorgte mit seinem dritten Treffer kurz vor Ultimo noch für den 3:3-Endstand (81.).

Am Ende gab es für den Coach die Erkenntnis, dass sein Team „gar keine höherklassigen Gegner in der Vorbereitung braucht, denn ein Kreisligist reicht aus, um uns vor Probleme zu stellen“, meinte er etwas sarkastisch, auch in Erinnerung an die Niederlage in Os- terweddingen.

Für die Zukunft fordert der Coach: „Wir müssen unser Spiel spielen. Steht der Gegner tief, müssen wir uns halt mehr bewegen und konsequent und mit Geduld unsere Angriffe zu Ende spielen.“ Auch mit der Defensivleistung war der Pretziener nicht zufrieden: „Wir waren nicht optimal besetzt, aber wir müssen weiter daran arbeiten, um mehr Sicherheit reinzubringen. Das waren zu einfache Fehler.“

Vor allem erwartet er, dass seine Spieler „die Testspiele ernsthaft nutzen, um sich zu zeigen“ und diese „nicht auf die leichte Schulter nehmen“.

Die Nedlitzer haben nun noch drei Wochen Zeit und diese Zeit werden sie intensiv nutzen. Am Wochenende steht ein dreitägiges Trainingslager in Nedlitz an. Höhepunkt soll das Spiel am Samstag um 15 Uhr gegen den TV Askania Bernburg II (Landesklasse 4) sein.

Auch da werden aufgrund von Einschulungen einige Spieler fehlen. Mario Hosen- thien hat seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen und darf wieder mitspielen.

SC Nedlitz: Semenow – Barnetz, Juskowiak, Tinaglia, Hahn, Nitschke, Gehrmann, Kilz, Schulze, Rasche, Milushev. Wechselspieler: Kuklin, Schmidt. Hoffmann; SR: k.A.