Nedlitz l  Auch gegen Gerwisch setzte sich das Team von Trainer Dirk Bizuga klar durch. 4:0 (2:0) hieß es nach der Hitzeschlacht. Trotz der Zufriedeheit über den zweiten Heimsieg hält Bizuga weiterhin den Ball flach: „Wir haben hinten zu Null gespielt, haben den dritten Sieg im dritten Punktspiel erzielt. Eine schöne Momentaufnahme, die für die nächsten Aufgaben Selbstvertrauen geben sollte.“

„Die Gäste hatten im gesamten Spiel lediglich durch zwei Standards zwei kleinere Möglichkeiten“, berichtete der Coach. In der 30. Minute versuchte es Wallborn mit einem direkten Freistoß aus etwa 20 Metern, aber SC-Torwart Marcus Hoffmann klärte mit Faustabwehr. In der 64. Minute kam ein erneuter Freistoß aus halbrechter Position genau auf den Kopf von Gerber. Doch dieser köpfte links am Pfosten vorbei. „Ansonsten versuchten die Gäste es mit langen Bällen, die aber kaum einen Abnehmer fanden“, so Bizuga.

Anders die Nedlitzer, die sich bereits nach 40 Sekunden die erste Chance erarbeiten konnten. Der Schuss von Marcus Rasche nach Zuspiel von Mario Hosenthien zischte knapp vorbei. Nach vier Minute das 1:0. Marcel Kilz bediente seinen Sturmpartner Maximilian Müller mustergültig genau in die Nahtstelle der Abwehrkette und er hatte keine Mühe.

Nach 13 Minuten die nächste Möglichkeit. Zunächst scheiterte Rasche aus halbrechter Position mit einem Freistoß an SG-Torhüter Stefan Huhn, der per Faustabwehr klärte. Die Kugel landete direkt vor den Füßen von Eduard Hahn, der sie direkt nahm und knapp über das Gehäuse setzte.

Nach feiner Einzelleistung von Hosenthien konnte dieser nur durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden. Rasche verwandelte souverän zum 2:0 (19.). Weitere gute Möglichkeiten hatten Kilz und Nils Ritzmann. Der Schuss von „Killi“ aus zirka 16 m war zu schwach (31.). Und in der 38. Minute behinderten sich Ritzmann und Kilz beim Abschluss. So blieb es beim 2:0 zur Halbzeit.

„Mit dieser Führung im Rücken und der schwachen Vorstellung der Gäste hätte ich mir mehr Spielfreude gewünscht“, sagte der Trainer, der „mehr Bewegung mit und ohne Ball“ forderte.

Zweite Hälfte

In der zweiten Halbzeit machte Nedlitz weiter und erarbeitete sich weitere Tormöglichkeiten. Die erste hatte Hahn nach 54 Minuten. Sein Lupfer über Torhüter Huhn nach Fehlpass eines Abwehrspielers sprang drüber. In der 59. Minute machte Kilz „einen Haken zuviel“ und der anschließende Abschluss landete über dem Tor.

In der 62. Minute machte Kilz es besser. „Mit dem schönsten Spielzug des Spiels“ (Bizuga) über Paul Gehrmann und Hahn erhöhte er auf 3:0.

Es gab weitere Chancen für ein höheres Ergebnis. Ein Kilz-Schuss krachte an den Torpfosten. Der von Rasche ging knapp am Tor vorbei. So blieb es dem eingewechselten Kevin Wöge vorbehalten, den 4:0-Endstand zu markieren. Er bekam einen guten Pass von Kilz genau in den Lauf serviert, umspielte Huhn und vollendete sicher.

„Im Endeffekt war es ein Spiel, wo wir die Gäste im Griff hatten. Bis auf die zwei Standards waren sie ungefährlich, konnten ansonsten kaum Torgefahr ausstrahlen, wobei wir auch nichts weiter zuließen. Nach vorn hätten wir noch zwei, drei Tore mehr schießen können, wenn nicht sogar müssen“, lautete das Resümee von Dirk Bizuga.

Nun sind alle Blicke auf das Kracherspiel am Samstag gerichtet, wenn um 15 Uhr Regionalligist Germania Halberstadt zu Gast am Nedlitzer Eckernkamp ist. Auf dieses Highlight werden sich die Nedlitzer unter der Woche intensiv vorbereiten.

SC Nedlitz: Hoffmann – Tinaglia, Juskowiak, Lehmann, Hosenthien, Hahn (73. Milushev), Ritzmann (58. Gehrmann), Schmidt, Müller, Kilz, Rasche (81. Wöge); SR: Schenke, Michael - Bergwitz; ZS: 42.