Zerbst l Auf dem Kunstrasenplatz in Zerbst fanden beide Mannschaften sehr gute Bedingungen vor. Sogar Petrus hatte nach Spielbeginn ein Einsehen und der starke Regen ließ nach.

Die Nedlitzer starteten sehr gut, hatten das Spiel im Griff und Florian Lehmann eröffnete den Torreigen mit der 1:0-Führung. Die Nedlitzer machten weiter, kombinierten gut und erhöhten durch Max Hamann, der sein erstes Tor für die Grün-Weißen erzielte, auf 2:0.

Auch die Niegripper starteten gute Offensiv-Aktionen, doch die SC-Defensive mit Mario Hosenthien, Kevin Tinaglia und Hannes Mielchen hatte alles im Griff.

Vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Andreas Zepter (Gommern) konnten die Nedlitzer das Ergebnis durch zwei Treffer von Marko Milushev sogar auf 4:0 ausbauen. Vielleicht waren sie da schon mit den Gedanken beim Pausentee, als Niegripps Paul Sandmann zum 1:4 verkürzte.

„Die erste Halbzeit war sehr gut. Es hat schon vieles funktioniert“, hatte SC-Trainer Dirk Bizuga viel Lob für seine Mannschaft. Doch dieses Lob verstummte mit Blick auf die zweite Halbzeit.

„Wir haben Niegripp komplett das Spiel überlassen“, war er „angefressen“. Gründe waren nicht die Wechsel, denn auch „die Spieler aus der Zweiten hatten ihr Bestes gegeben“. „Es wurden kleinere und größere Privatfehden auf dem Platz ausgetragen und das nervt mich langsam. Jeder sollte sich dabei mal an seine Nase fassen“, wollte der Coach verständlicherweise nicht weiter darauf eingehen.

Nur soviel: „Es wird beim Training eine Auswertung geben, denn wir müssen darüber sprechen. Das hat mit Fußball nämlich nichts zu tun und auf dem Platz nichts zu suchen“, so Dirk Bizuga.

Bis zum Sonntag sollte die Sache ausgewertet und aus der Welt geschafft werden, denn da steht das nächste Testspiel an. Zu Gast auf dem Kunstrasenplatz in Zerbst ist der Kreis-oberligist aus dem Jerichower Land, der TSV Brettin-Roßdorf. Anstoß ist um 13 Uhr.

„Auch am Sonntag wird der eine oder andere zum Testspiel fehlen. Es ist Ferienstart und Stand heute sind wir elf Mann.“

Das wusste Bizuga bereits gestern. Deshalb hofft er, dass erneut ein paar Spieler aus der Zweiten aushelfen können.

SC Nedlitz: Hoffmann – Tinaglia, Juskowiak, Gehrmann, Lehmann, Hosenthien, Rasche, Kilz, Milushev.

SG Niegripp: Kleiber – Westhause, Plünnecke, Beinarovics, Kramer, Mlynek, Ackmann, Schlüter, Sandmann; SR: Zepter (Gommern); ZS: k.A.