Nedlitz l Vor den Landesklasse-Kickern des SC Vorfläming Nedlitz steht beim Schlusslicht SV Eintracht Gommern eine von der Papierform her lösbare Aufgabe. SC-Trainer Dirk Bizuga sieht diese jedoch „als verdammt schwer“ und sprach „vermutlich vom bisher schwierigsten Spiel“.

Der SC ist klarer Favorit, jedoch wissen Spieler und Verantwortliche, was bei einem Team, das nichts mehr zu verlieren hat und mit dem Rücken zur Wand steht, zu erwarten ist. „Eintracht ist eine Mannschaft, die robust und kompromisslos zu Werke geht. Deshalb wird das Team, das die Zweikämpfe nicht annimmt, verlieren“, prophezeite Bizuga und appellierte beim Abschlusstraining am Donnerstag an seine Männer, „jeden Zentimeter umzupflügen und alles reinzuhauen“.

Der SVE konnte nach vier Niederlagen in Serie gerade am letzten Spieltag wieder mal einen Erfolg verbuchen und hat sicher am süßen Geschmack des Siegens Blut geleckt. Gegen den SSV Besiegdas siegte er 2:0, auch wenn der SSV sehr ersatzgeschwächt antrat. „Gommern schnupperte Morgenluft und deshalb müssen wir an unsere Grenzen und darüber hinaus gehen“, erwartet Dirk Bizuga. Vor allem will er nach der 0:3-Niederlage beim SV Arminia, dass seine Mannschaft „hinten kompromisslos spielt und vorn die Chancen effektiv nutzt“.

Dies war in Magdeburg nicht so. Zu viel Schönspielerei „mit Hacke und Spitze“ war zu sehen. So erwartet der Pretziener „heute eine Reaktion“. „Wir müssen alles rauskitzeln und dürfen nichts zulassen. Sonst haben wir schon verloren“, meinte der Coach und warnt vor Gommerns Spieler, wie beispielsweise Regenstein, Menzel, Engel oder Tschorkowski, die „immer für ein Tor gut sind“ und „gegen die wir gegen halten müssen“.

Vor allem soll „hinten so lange wie möglich die Null gehalten werden“. „Selbst wenn wir in Rückstand geraten, dürfen wir uns nicht aufgeben“, erwartet der 47-Jährige, der heute auf einiges Personal verzichten muss. So fehlen die Langzeitverletzten und hinter ein paar Spielern stand aufgrund von Erkältungen noch ein Fragezeichen. Dafür kommt Mario Hosenthien nach dem Absitzen seiner fünften gelben Karte zurück.

Egal, wer heute spielt. Mit dem Selbstvertrauen der bisherigen sehr starken Hinrunde, wobei der SVE im Hinspiel 5:2 abserviert wurde, sollten die Nedlitzer in der Lage sein, auch beim Schlusslicht zu gewinnen. „Ein Dreier ist unser Ziel. Das wäre ein guter Abschluss und dann lässt sich auch die Weihnachtsfeier am Abend besser angehen“, meinte Bizuga, der den Sieg auch seiner Mannschaft „zutraut“. „Wir können es, wobei eine geschlossene Mannschaftsleistung Voraussetzung ist. Wir müssen beweisen, dass wir nicht umsonst da oben in der Tabelle stehen.“

Wenn die Nedlitzer auf sich schauen und ihre Leistung abrufen können, sollte das „vermutlich bisher schwierigste Spiel“ auch erfolgreich zu meistern sein. Eine fröhliche Weihnachtsfeier haben sich die Nedlitzer mit tollen 24 Punkten allemal verdient.

Hinspiel: 5:2; SR: Ebeling, Thorsten - Gardelegen. Anstoß: 13 Uhr, „Los Gauchos-Stadion“, Magdeburger Straße.