Nedlitz/Zerbst l Beide Mannschaften haben eine harte Woche vor sich. Nach den Ligaaufgaben wartet am Reformationstag das Kreispokal-Viertelfinale und gleich am Samstag geht es erneut in der Liga weiter.

TSV Niederndodeleben (5.) – SC Vorfläming Nedlitz (4.). Die Nedlitzer reisen nach ihrer Zwangspause zu ihrem Verfolger in die Börde. Beide Teams trennt nur ein Punkt. SC-Trainer Dirk Bizuga nutzte das spielfreie Wochenende, um sich das Match des heutigen Gegners gegen Germania Olvenstedt, das nach einer 2:0-Führung nur 2:2 endete, anzusehen. „Ich habe einiges gesehen und Stärken und Schwächen ausgemacht. Sie spielen sehr diszipliniert und von der Grundordnung ähnlich wie wir“, sagte er.

So hat sich Bizuga auch schon einen Plan zurecht gelegt. „Wir müssen Druck auf die Abwehr ausüben und mit schnellem Umschaltspiel ihre Rückwärtsbewegung eingrenzen. Jeder weiß, worauf es ankommt und worauf er sich einzustellen hat.“

Personell sieht es besser aus und die Verletztenliste lichtet sich langsam. Marcus Rasche ist wieder fit. Eduard Hahn wird vorerst auf der Bank sitzen. Kevin Tinaglia und Nikolai Kuklin sind noch verletzt. Toni Haberland hat Urlaub. Eine Hiobsbotschaft musste der SC noch verkraften. Nils Ritzmann hat sich das Kreuzband gerissen und muss operiert werden.

„Wir müssen zusammenrücken und jeder muss ein paar Prozent drauflegen. Vor allem müssen alle von der ersten Sekunde an hellwach sein“, fordert der Coach, der froh ist, dass sein Team schon 15 Punkte auf dem Konto hat, nun aber nachlegen möchte. „Wir wollen uns mit einem Sieg etwas Luft auf Platz fünf verschaffen. Das würde auch Selbstvertrauen für das Pokalspiel am Donnerstag geben.“

TSV Rot-Weiß Zerbst (9.) – SV Förderstedt (2.). Die Rot-Weißen haben eine schwere Heimaufgabe zu lösen. Auch weil die Salzlandstädter ihre 0:3-Niederlage der Vorwoche gegen Spitzenreiter Kleinmühlingen-Zens vergessen machen wollen. Doch die Zerbster, die in Calbe zu einem klaren 3:1-Erfolg kamen, sollten selbstbewusst auftreten.

Das sieht auch Trainer Jens Borchers so: „Unsere Marschroute heißt ganz klar nachlegen“, sagte er deutlich, denn „wie schön der Dreier gegen Calbe war, wissen wir alle. Auch die Stimmung danach. So was will man jeden Samstag haben.“

Er weiß aber auch um die Schwere dieser Aufgabe: „Förderstedt ist wieder ein neues Kapitel. Wir wollen ein paar Prozente aus dem Calbespiel mitnehmen und müssen uns zu Höchstleistungen quälen.“

Dazu hat der Zerbster heute 17 Spieler zur Verfügung. Es fehlen Lucas Weichbrot (Arbeit) und Maik Fambach (privat). Otto Leps, Benjamin Elze und Marc Schröter helfen in der Zweiten aus. „Die Devise ist ganz klar: Wir müssen mit dem Ball frech sein und gegen den Ball in jeder Situation wach sein. Wir werden nicht mauern, sondern frei aufspielen“, meinte Borchers.

SR: Thomas Witter - Wittenberg; Serie 2018/19: 2:2/0:0.