Zerbst/Nedlitz l Für beide Mannschaften stehen schwierige Aufgaben an.

TSV Grün Weiß Kleinmüh- lingen/Z. (6.) – TSV Rot-Weiß Zerbst (4.). Die Zerbster müssen heute ab 15 Uhr ein Auswärtsspiel bestreiten. Eigentlich bei einer Mannschaft, die ihnen liegen sollte. Denn die Statistik liegt klar auf Seiten der Rot-Weißen: In der Hinrunde siegten sie deutlich mit 5:1. In den insgesamt 21 Vergleichen gegeneinander gewann Zerbst zwölfmal, Kleinmühlingen hingegen nur dreimal.

Doch dies alles zählt heute nicht. Gerade die Grün-Weißen werden besonders motiviert sein, da sie ihrem scheidenden Trainer Christoph Berlau noch einmal ein schönes Abschiedsgeschenk bereiten und auch den Heimfans einen schönen Saisonabschluss liefern möchten.

Aber das alles sollte den Zerbs- tern egal sein, denn sie möchten nach der Niederlage der Vorwoche auch ihre insgesamt gute Saison mit einem Dreier beenden. „Es ist das letzte Spiel und wir wollen uns einfach positiv aus unserer Saison verabschieden“, fand Trainer Jens Borchers klare Worte.

Personell sieht es gut aus. Borchers hat einen Kader von 16 Spielern zur Verfügung. Nur Frank Moller und Thomas Möhring sind angeschlagen. Das Team ist „nach einer harten Woche mit hoher Beteiligung“ (Borchers) entsprechend motiviert: „Wir werden diszipliniert und aggressiv zur Sache gehen. Jetzt müssen wir es einfach auf den Platz bringen und uns in einen Rausch spielen. Die jungs sollen es sich einfach selber beweisen und sich belohnen“, hofft der 32-Jährige für seine Truppe.

Die Zerbster fahren mit einem Bus zum Spiel. „Uns werden auch ein paar Fans vom HSV begleiten. Da will keiner mit null Punkten in den Bus steigen“, hofft der Coach auf einen siegreichen Abschluss, um für entsprechende Stimmung bei der Rückreise zu sorgen. HS: 5:1; SR: Papenhagen, Daniel (Magdeburg).

SC Vorfläming Nedlitz (8.) – HSV Medizin (9.). Für die Nedlitzer kann es nur noch einen Platz nach oben auf Rang sieben gehen. Dazu muss heute gegen den punktgleichen Verfolger vom HSV ein Sieg her.

Personell muss Trainer Dirk Bizuga erneut rotieren. Florian Barnetz (Knöchel), Hannes Mielchen (Zeh), Marko Milushev (Rücken) und Maximilian Schulze (Knöchel) sind verletzt. Kevin Nitschke muss arbeiten und Nikolai Kuklin fehlt privat. Deshalb werden mit Ben Kaiser, Oliver Körner, Thomas Sanftenberg und Keeper Daniel Leps Spieler aus der Zweiten aushelfen.

„Es ist das letzte Heimspiel und das wollen wir siegreich gestalten. Im Anschluss findet unsere Saisonabschlussfeier statt und es feiert sich besser mit einem Sieg“, weiß der Coach. Er weiß auch, dass „mehr als Platz sieben nicht drin ist“. „Dazu müssen wir unsere Hausaufgaben aber machen und auf einen Patzer des FCM II hoffen.“ Dem FCM würde ein Punkt gegen Fortuna II reichen, da er das bessere Torverhältnis hat.

Der 46-Jährige erwartet heute, dass sich „alle reinhängen und für sich, das Team und den Verein das Beste geben“. „Wir wissen um die Stärke des HSV. Im Hinspiel haben wir dort zwei Punkte liegen lassen, konnten acht Großchancen und einen Elfmeter nicht nutzen.“

Dies soll sich heute ändern. Überhaupt soll es „besser werden als in der Vorwoche“. „Wir spielen vor dem Tor zu kompliziert und müssen kaltschnäuziger abschließen. Wenn wir alle an einem Strang ziehen und jeder seine Leistung abruft, bin ich optimistisch, dass wir uns mit einem Sieg verabschieden können. Dass wir das können, haben wir erst kürzlich beim Arminia-Spiel gezeigt“, erinnert der Angestellte an den letzten Heimsieg.

Der HSV kommt auch nicht nach Nedlitz, um etwas herzuschenken. Er will seine Serie mit dem sechsten Sieg in Folge krönen. „Wir werden uns mit einer guten spielerischen und kämpferischen Leistung dagegen stemmen“, so Bizuga.

HS: 0:0; SR: Marko Schmidt (Karither SV 53).