Gehrden l Sportredakteurin Simone Zander fragte Trainer Andreas Schunke nach seinem Fazit und nach Zielen für die Rückrunde.Die Hinrunde war gut.

Ihr Team steht mit 25 Punkten auf Platz fünf. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Ja das kann man so sagen. Wir sind mit der Punktausbeute sehr zufrieden. Dabei haben sich Glück und Pech die Waage gehalten. Es gab Spiele, da hätten wir mehr holen müssen und wiederum welche, da verlierst du normalerweise.

Bilder

Dabei lief es auswärts noch besser als daheim. Gibt es dafür eine Erklärung?

Eigentlich nicht. Wir müssen jede Woche neu denken und unsere Mannschaft aufstellen. Dies ist unabhängig von Heim- oder Auswärtsspielen. Aber die Heimniederlagen sind auch allesamt gegen aktuelle Spitzenteams erfolgt. Hier fehlt uns die entsprechende Cleverness, gerade die letzten Minuten betreffend, und das stellt dann auch die aktuelle Leistungsfähigkeit meiner Mannschaft dar.

Ihre Mannschaft startete hervorragend und zeigte auch, dass sie mit den Spitzenteams sehr gut mithalten kann. Woran lag es, dass es manchmal nicht gereicht hat?

Da gibt es natürlich verschiedene Aspekte. Zum einen betrifft das den dauerhaften und teilweisen Ausfall verschiedener Spieler, den wir nicht kompensieren konnten. Auch kommen diverse Umstellungen aus den zuvor genannten Gründen dazu. Ebenso zählt dazu die mangelnde Trainingsbeteiligung, die es kaum ermöglicht, Themen wie Standards oder das Einspielen neuer Spieler und Mannschaftsteile zu üben. Dazu gesellen sich dann Fitnessrückstände im Vergleich zu anderen Mannschaften, die gerade in den Schlussminuten erkennbar sind.

Die Rückrunde steht bevor. Was erwarten Sie von Ihrer Mannschaft?

Erwarten ist zu viel gesagt. Ich erhoffe mir, trotz der schon bekannten Abwesenheiten, dass die restlichen Spieler nicht mehr fehlen. Ich denke, Ausfälle aus Verletzung heraus werden auch noch zu berücksichtigen sein. Aus diesem Grund wünsche ich mir, dass wir mit allen verfügbaren Kräften zusammen stehen und zumindest in Einsatz und Kampf eine ansprechende Rückrunde spielen. Alles andere stellt sich dann von allein ein.

Welchen Vorbereitungsplan gibt es?

Da wir am 15. Februar schon ein Nachholspiel beim Spitzenreiter in Möser haben, bleibt nicht so viel Zeit zur Vorbereitung. Wir sind bereits im Hallentraining aktiv und werden demnächst auch draußen wieder starten. Am morgigen Sonntag werden wir unser Hallenturnier um den „Glanzexpress-Cup“ in Zerbst haben. Am 1. Februar bestreiten wir dann unser einziges Vorbereitungsspiel in Zerbst gegen die zweite Vertretung auf dem Kunstrasen. Am 7. und 8. Februar wollen wir noch ein intensives Trainingsprogramm durchführen und dann geht es planmäßig auch schon wieder los. Leider sieht es mit der Vorbereitung ziemlich schlecht aus, da die Beteiligung aufgrund von beruflichen und privaten Abwesenheiten nicht sehr gut aussieht.

Gibt es Neuzugänge oder sonstige Veränderungen?

Leider können wir keine neuen Namen für unseren Kader vermelden. Dies wäre eigentlich auch nicht so schlimm, wenn alle weiterhin zur Verfügung stünden. Dem ist aber nicht so. Uns wird aus privaten Gründen Florian Baumgart die komplette Rückrunde sowie Bastian Götze die halbe Rückrunde fehlen. Max Läsecke, den ich auch perspektivisch im Kader sehe, hatte sich im Hallentraining an der Schulter verletzt und es steht die Diagnose noch aus. Deshalb hoffe ich, dass uns für die Rückrunde unsere älteren Spieler wiederum unterstützen.

Welche Platzierung streben Sie zum Saisonende an?

Wenn ich also die gesamten Vorzeichen, die ich bereits oben erwähnt habe, berücksichtige, dann bin ich erstmal über das bisher Erreichte sehr froh, da uns das etwas Ruhe verschafft und nicht gleich einem enormen Ergebnisdruck aussetzt. Deshalb ist mir eine bestimmte Platzierung auch egal. Wir wollen natürlich noch ein paar Punkte einfahren, wissen aber, dass die Ausbeute der Hinrunde nur sehr schwer wieder zu erreichen ist. Aus diesem Grund werden wir sehen, was am Ende bei rauskommt.