Brachstedt l Dabei starteten die Rot-Weißen gut und konnten in der 16. Minute mit 1:0 in Führung gehen. Patrick Möbius nagelte einen Freistoß nach einem Foulspiel aus zirka 25 Metern unhaltbar für Keeper Matthias Guderitz unter die Latte.

„Wir konnten nur in der ersten Viertelstunde beider Halbzeiten wirklich mithalten und nach dem 1:0 ging nichts mehr“, konnte es sich David Ritze nicht erklären. Grund war auch, dass die Brachstedter immer besser wurden und den Druck erhöhten. Folgerichtig fiel der 1:1-Ausgleich in der 28. Minute durch Tobias Kuka.

Die 2:1-Führung folgte nur zehn Minuten später. Nach einer Ecke nahm Marius Hauschild den Ball volley und jagte ihn per Sonntagsschuss in den Winkel.

Vor dem Wiederanpfiff mussten die Zerbster Trainer umstellen, auch weil Torben Fischer mit Atemproblemen ausgewechselt werden musste. Für ihn kam der ebenfalls noch etwas angeschlagene Max Schröter.

Auch im zweiten Abschnitt konnten die Zerbster nur zehn Minuten mithalten. Da hatten sie durch Maximilian Syring und Pascal Lude auch zwei sehr gute Chancen. Doch das 3:1 machte der Gastgeber. Mathias Allert kam an den Ball und ließ dem guten TSV-Torwart Ricardo Werner keine Abwehrchance (67.). Zerbst blieb dran und konnte durch Syring zum 2:3 aufschließen (69.). Alles war möglich, doch dann „gaben wir uns förmlich auf“, suchte Ritze immer noch nach einer Erklärung.

Dabei hielt Werner seine Mannschaft schon nach dem 3:1 im Spiel, als er einen Elfmeter halten konnte. „Ich dachte, das ist ein Wachrüttler und das 2:3 durch Max Syring sprach auch dafür, aber wir haben uns völlig ergeben“, fasste der Zerbster zusammen.

In der Folge kam es dann richtig dick für die Rot-Weißen. Ein Doppelpack von Florian Nagel in der 73. und 74. Minute brachte die Heimelf mit 5:2 in Front. Erneut Nagel setzte dann in der 87. Minute mit dem 6:2 den Schlusspunkt unter einen verdienten Heimsieg.

Ausfälle

„Wir hatten ein paar Ausfälle, die wir nicht kompensieren konnten“, so Ritze, dem „einfach die Alternativen fehlten“, auch weil Stefan Kunitschke mit Rückenproblemen nur in den Schlussminuten eingesetzt werden konnte.

Etwas Glück hatten die Gäste, dass die Mitkonkurrenten ebenfalls verloren. Sandersdorf II musste sich in Farnstädt eine 7:1-Klatsche abholen und Landsberg verlor gegen Schwarz-Gelb Bernburg 0:1. So bliebt es im Keller eng. Die besten Karten haben die Sandersdorfer, die noch zwei Nachholspiele zu bestreiten haben.

Für die Zerbster beginnen nun die „Wochen der Wahrheit“. „Die nächsten drei Spiele werden entscheidend sein und zeigen, wo die Reise hingeht“, weiß Trainer David Ritze, der die Schlappe vom Samstag unter der Woche auswerten will. „Es war ein kleiner Aufwind deutlich erkennbar und es ist unerklärlich, warum wir uns so präsentieren“, war er immer noch sauer.

Zerbst: Werner, Fambach, Fischer (46. Schröter), Alarich, S. Sens, H. Ernst, P. Möbius, Kosel, Lude (84. Kunitschke), Syring, Baran.

SR: Gräbitz (Elster); ZS: 13.