Zerbst l Genau das war der Plan von Trainer Florian Sens und der konnte eindrucksvoll umgesetzt werden. Zunächst waren die Gäste am Drücker, aber nur für ein paar Minuten. „Wir haben das super gemacht und gleich mit einem Tor geantwortet“, freute sich TSV-Trainer Florian Sens.

Nach nur vier Minuten stand es bereits 1:0. Moritz Specht war der Vollstrecker nach einem guten Spielzug.

Die Zerbster übernahmen dann mehr und mehr das Zepter. Das 2:0 war dann die logische Folge. Dies besorgte Pascal Lude nur vier Minuten später. „Da hat man schon gesehen, dass die Jessener sichtlich beeindruckt waren“, kommentierte der Coach.

Nach 18 Minuten war es nochmals Lude, der sich schön durchsetzte, Abwehrspieler und Torwart vernaschte, zum 3:0 einschob und bereits für eine Vorentscheidung sorgte.

„Die erste Halbzeit war natürlich klasse“, schwärmte Florian Sens. „Wir hatten gleich die zwei Tore geschossen und dann noch das 3:0 gemacht. Jessen hatte überhaupt nur eine Torchance“, fügte er an.

Nur einen „Fehler“ machten die Zerbster in den gesamten ersten 45 Minuten. „Da haben wir an der Mittelfeld den Ball verloren. Das war die einzige Torchance der Gäste, die dann über das Tor ging.“

In den zweiten Abschnitt starteten die Jessener sehr gut. „In der ersten Viertelstunde hatten sie uns auch Probleme bereitet“, gab Sens zu. Nach 51 Minuten belohnten sich die Gäste und verkürzten durch Emil Beetz auf 1:3. Auch danach erarbeiteten sie sich ein paar verheißungsvolle Möglichkeiten, blieben aber entweder an der gut organisierten TSV-Abwehr hängen oder scheiterten an TSV-Schlussmann Ricardo Werner.

Sens verwandelt Strafstoß

In der 61. Minute erhielten die Zerbster nach einem Foul an Lude einen Strafstoß zugesprochen, den Sebastian Sens zum 4:1 ins Netz jagte. „Mit dem 4:1 war der Drops gelutscht.“ (Sens).

In der Folge hätten die Rot-Weißen sogar das Resultat hochschrauben müssen. Ein Abspielfehler im Mittelfeld begünstigte dann den 2:4-Anschlusstreffer für die Gäste, den Matthias Burkhardt verwandelte (87.). Doch die Zerbster antworteten nur kurze Zeit später mit dem 5:2, das der eingewechselte Thomas Möhring erzielte.

„Hätte Jessen das 2:3 geschossen, hätte es auch noch eng werden können. Aber das haben wir nicht zugelassen und ich bin sehr zufrieden“, bilanzierte der 37-Jährige.

„Wir stehen jetzt zwei Wochen lang oben drin und haben auch zwei Punkte im Schnitt erreicht. Das ist okay.“

Jetzt werden sich die Zerbster auf das Pokalwochenende vorbereiten. In der 2. Landespokal-Runde erwarten sie Landesligist SG Reppichau. „Da haben wir nichts zu verlieren“, blickte Flori Sens schon auf den Samstag (Anstoß 14 Uhr im Jahnstadion) voraus.

TSV Rot-Weiß Zerbst: Werner – Sens, Fischer (80. Düben), Fambach, Schröter, Specht, Lude, Meerkatz, Kosel, Stephan (69. Wiese), Syring (73. Möhring); SR: Sauer, Sebastian - Thalheim; ZS: 35.