Zerbst l  „Wir können den Sieg richtig einordnen“, sagte TSV-Trainer Jens Borchers. Sein Team startete in der ersten Halbzeit „verhalten“. „Wir haben zwar frech agiert, aber das Endprodukt war nicht so wirklich da“, bemängelte er auch die teils schlechte Chancenverwertung seiner Männer.

So hatten die Niegripper die große Chance zur 1:0-Führung, konnten sie aber nicht nutzen. Auch die Rot-Weißen erarbeiteten sich gute Möglichkeiten. Moritz Specht, Max Syring und Thomas Möhring scheiterten. So blieb es bis zur Pause torlos.

In der Pause wurden „ein, zwei Dinge angesprochen“ und es lief besser. „Wir haben den Jungs klar gemacht, dass wir kein Hexenwerk verlangen, sondern dass sie nur einfachen Fußball spielen sollen. Wir wollten die einfachen Tugenden, wie Ballannahme, Ballmitnahme und Bewegung ohne und mit Ball“, so Borchers. Dies fruchtete im zweiten Abschnitt. „Wir sind dann sehr gut reingekommen“, freute sich der Zerbster.

Philip Alarich eröffnete den Torreigen in der 48. Minute mit dem Treffer zum 1:0. Nach 56 Minuten schlug ein Eigentor der Gäste aus gut 25 Metern zum 2:0 ein. Das 3:0 besorgte Thomas Möhring nach 74 Minuten. Der 4:0-Endstand in der 85. Minute war dann eine Angelegenheit von Marc Schröter.

„Wir haben Niegripp in der zweiten Halbzeit komplett in Schach gehalten. Selbst wenn sie eine Tormöglichkeit hatten, haben wir diese als Kollektiv sofort verhindert und im Keim erstickt“, lobte Jens Borchers.

Vor dem Start in die Rückrunde am 29. Februar daheim gegen Atzendorf war es ein gelungenes Testspiel. „Gerade die zweite Halbzeit muss uns Mut und Kraft geben für die bevorstehende Rückrunde. Wir müssen den Sieg richtig einordnen. Er war sehr, sehr positiv und die Jungs haben ihn sich auch verdient, weil wir zwei Wochen lang dreimal pro Woche hart trainiert haben“, sagte der 33-Jährige.

Am kommenden Samstag um 14 Uhr steht ein letztes Vorbereitungsspiel gegen den SV Eintracht Gommern, Zehnter der Landesklasse 2, an, bevor es gegen die ZLG Atzendorf am Samstag, 29. Februar, daheim um Ligapunkte geht. „Da müssen wir auch so eine Leistung abliefern, damit wir endlich Punkte einfahren können“, hofft Borchers.

TSV Zerbst: Werner – S. Sens, Moller, Alarich, Fischer (Marc Schröter), Möbius, Specht, Frens (Lude), Kosel, Syring, Möhring.

SR: Schmidt (Karith); ZS: 23.