Zerbst l „Es war eine vermeidbare Niederlage und eine Willensfrage und Nienburg hat den größeren Willen gehabt“, war Co-Trainer David Ritze enttäuscht.

Denn die Zerbster spielten gut und erarbeiteten sich auch sehr gute Tormöglichkeiten. Insgesamt war aber auch viel Pech im Spiel, denn viermal im gesamten Match trafen sie nur das Aluminium. Die „Pechvögel“ in der ersten Halbzeit waren Moritz Specht und Thomas Möhring. Glück hatte der TSV aber auch, als die Gäste nach einem Konter abschlossen und TSV-Keeper Ricardo Werner, der den Ball eigentlich schon sicher hatte, diesen fallen ließ und ein FSV-Stürmer abstaubte. Doch der Linienrichter hob wegen Abseits die Fahne und der Treffer zählte nicht.

„In der zweiten Halbzeit hatten wir dann die zwingenderen Chancen“, berichtete Ritze. Geburtstagskind Maximilian Syring scheiterte zweimal freistehend vor Nienburgs Torwart Tobias Held. „Er hätte sich zu seinem Geburtstag selbst belohnen müssen und hätte auch als Matchwinner vom Platz gehen können“, bedauerte Ritze und fügte an: „Wir waren vor der Trinkpause sehr gut im Spiel und in dieser Druckphase hatten wir zwei bis drei 100-prozentige Möglichkeiten und da hätten wir das Ding ziehen müssen.“

Doch es kam anders. Ein Freistoß für die Gäste verpuffte, doch der zweite Freistoß von Oliver Schmidt, der „total unnötig war“ (Ritze), schlug über die Mauer unhaltbar in den Torwinkel zum 1:0 ein (82.).

Die Rot-Weißen versuchten nochmals alles, um wenigstens zum Ausgleich zu kommen, aber nun machten sich auch die tropischen Temperaturen bemerkbar und es blieb bei der Niederlage.

„Wir haben es einfach verpasst, in der ersten Halbzeit ein Tor zu machen, wo wir noch frisch im Kopf waren. In der zweiten Hälfte hatten wir dann oft Pech mit Latte und Pfosten. Stellenweise haben wir gute Sachen gemacht, aber das Endprodukt war einfach nicht da“, analysierte Trainer Jens Borchers die Partie. Zu den Gästen meinte er: „Nienburg spielte halt so, wie man es auswärts mit zwölf Spielern muss. Kämpfen bis zum Umfallen und auf die eine Chance lauern und dies war dann der Freistoß.“

Jetzt gehts um Platz vier

Insgesamt gesehen ist es schade, dass der TSV nun nur noch um Platz vier spielen kann. Und da muss er das letzte Spiel in Kleinmühlingen gewinnen, denn Bernburg II sitzt ihm punktgleich im Nacken und auch die Gastgeber haben nur zwei Zähler Rückstand. „In Kleinmühlingen muss man auch erstmal gewinnen, was sehr schwer wird“, schaute David Ritze schon auf die Auswärts-Partie am kommenden Samstag um 15 Uhr voraus.

Zerbst: Werner – Fischer, Alarich, Fambach, Specht, Lude, Frens (67. H. Ernst), Kosel (68. D. Ernst), Weichbrot, Möhring (57. Schröter), Syring; SR: Schmidt, Marko - Karith; ZS: 63.