Magdeburg l Bei den hochsommerlichen Temperaturen fiel es sicher jeder Mannschaft schwer, Glanzleistungen zu vollbringen. So auch den Nedlitzern. „Es war von beiden Seiten sehr zerfahren. Abspielfehler und Fehlpässe häuften sich“, so der SC-Coach, der auch die spielerischen Akzente, die er sich gewünscht hatte, vermisste.

Dennoch erspielte sich der SC nach der Abtastphase einige Chancen. Die erste hatte Mario Hosenthien, der sehr gut von Marcus Rasche freigespielt wurde. Doch Olvenstedts Keeper Dominic Ferchland stand auf dem Posten (17.).

Die erste dicke Möglichkeit für die Gastgeber erhielt Michael Frank. Nach einem langen Ball von Matthias Meinecke zischte sein satter Schuss knapp am Kasten von SC-Torhüter Marcus Hoffmann vorbei (27.).

In der 36. Minute kam für die Gäste etwas Pech hinzu. Eine Hereingabe von rechts bekam Heiko Juskowiak an den Fuß und von dort kullerte sie ins Gehäuse zur 1:0-Führung für Olvenstedt.

Nur eine Minute später antworteten die Gäste durch Rasche mit dem 1:1-Ausgleich. Marcel Kilz prüfte Ferchland aus 18 Metern. Er ließ die Kugel abprallen und „Raschi“ staubte ab.

Kurz vor der Pause hatte Maximilian Müller die nächste Möglichkeit. Sein tolles Solo aus dem Mittelfeld schloss er zu überhastet ab. Kurz danach behauptete sich Müller erneut im Mittelfeld und steckte auf Nils Ritzmann durch, der zum 2:1 vollendete (41.).

Pausentee

Das Manko, die schlechte Chancenverwertung, wurde in der Pause angemahnt. „Eigentlich hätte es da schon 4:1 stehen müssen“, bemerkte Bizuga. Doch die Partie blieb weiterhin zerfahren. Müller war es, der von Ritzmann direkt durch die Nahtstelle angespielt wurde, aber Ferchland hielt.

In der Folge plätscherte das Spiel so dahin. „Olvenstedt versuchte, mehr zu machen. Bis auf höhere Flanken oder Eingaben kam nichts zustande“, erzählte der Trainer. Der 2:2-Ausgleich von Patrick Kohrmann kam dann wie aus dem Nichts. Der Routinier zog aus gut 32 Metern ab. Der Ball landete an der Latte und von dort auf dem Rücken von Hoffmann und sprang dann ins Tor (63.).

„Jetzt kam ein mulmiges Gefühl auf“, beschrieb der Trainer seine Lage und er wusste, „wer das nächste Tor schießt, wird hier gewinnen“. Er stellte etwas um und es fruchtete. Rasche marschierte allein auf Ferchland zu. Statt quer auf den mitgelaufenen Müller zu legen, machte er es selbst und scheiterte am Keeper (74.).

Das Beste kam dann zum Schluss. Nach Zuspiel von Rasche in die Nahtstelle zirkelte Kilz das Leder gekonnt mit der Pike ins lange Ecke zum 3:2 (87.). Der eingewechselte Paul Gehrmann setzte sich kurz danach auf der linken Seite gut durch. Seine Hereingabe aus 14 Metern schoss Kilz kompromisslos zum 4:2 ins lange Ecke ein (90.).

„Wir haben nicht viel zugelassen und nur 50 Prozent unserer Tormöglichkeiten genutzt, was zum Sieg gereicht hat“, war auch Bizuga, für den es „ein verdienter Sieg“ war, zufrieden. Am Samstag kommt mit Gerwisch ein kämpferisch-robuster Gegner, bevor am 7. September das Landespokal-Highlight gegen Germania Halberstadt ansteht.

Nedlitz: Hoffmann – Mielchen, Tinaglia, Juskowiak, Schmidt, Ritzmann (77. Haberland), Hosenthien, Hahn (69. Gehrmann), Rasche, Kilz, Müller; SR: Schinke, Frank - Bernburg; ZS: 30.