Zerbst l Die Gäste hatten am letzten Spieltag ihr Match gegen Weißenfels klar gewonnen und kamen mit viel Selbstbewusstsein und dem Ziel, auch Punkte mitzunehmen, an die Nuthe.

Und so begannen sie auch. Unter lautstarkem Jubel der Bank und der mitgereisten Fans führten die Gäste schnell mit 2:0 (3.). Der HSV startete etwas überraschend mit den beiden Youngstern Fynn Zielesniak und Fin Koppensdorf auf den Außen-Positionen. Dieser durchaus mutige Schritt erwies sich zumindest in der Abwehr als Achillesferse des HSV. Dies erkannten die Gäste auch schnell und kamen zu leichten Toren (3:5, 9.).

Die Zerbster fanden in dieser Phase noch nicht richtig ins Spiel, aber der HSV profitierte jetzt davon, dass Quedlinburg immer wieder Strafzeiten und Strafwürfe kassierte. Einige Gästespieler wirkten doch ein wenig übermotiviert und die Schiedsrichter bestraften das konsequent.

In der Folge gelang es dem HSV, ohne spielerisch zu überzeugen, sich etwas abzusetzen (12:9, 24.). Aber in den letzten Minuten der ersten Hälfte verloren die Gastgeber völlig den Faden. Im Angriff spielten sie mehrmals gekonnt aneinander vorbei und die Gäste liefen jetzt einen Konter nach dem anderen und nutzten eiskalt ihre Chancen.

Zur Pause lag der HSV etwas überraschend mit 13:15 hinten.

Zu Beginn von Hälfte zwei erhöhten die Gäste auf 16:13, aber der HSV stellte jetzt um. Im Angriff ging Sebastian Daudert auf die Linksaußen-Position, das hatte er auch schon in seinen Jahren in Radis oder Kühnau gespielt. Im Rückraum führte Erik Lewin Regie. Dadurch bekam das gesamte Zerbs- ter Angriffsspiel wesentlich mehr Breite und auch Tempo.

In der Defensive stand der HSV jetzt sehr variabel und deutlich offensiver und auch Franz Lorenz im Tor wurde wieder zum Faktor. Fairerweise muss man erwähnen, dass Christian Geilich eine gute erste Halbzeit gezeigt hatte.

All dies behagte den Gästen überhaupt nicht. Innerhalb weniger Minuten ging der HSV wieder in Führung (17:16, 35.) und konnte sich langsam absetzen (20:17, 42.). Vor allem Florian Dobritz setzte dieser zweiten Hälfte seinen Stempel auf. Neun Tore aus dem Spiel heraus sprechen eine deutliche Sprache. So wollen ihn die Fans immer sehen.

Der HSV-Zug war jetzt nicht mehr aufzuhalten. Die Zuschauer feierten tolle Kombinationen mit Traumtoren (23:18, 48.), Quedlinburg fand nicht mehr zurück in die Partie, sicher auch eine Folge der Zeitstrafen und roten Karten. Spätestens beim 27:21 (53.) war das Match entschieden.

Damit liegt der HSV nach drei Spieltagen und nun 4:2 Punkten absolut im Soll. Jetzt haben die Zerbster eine längere Spielpause. Weiter geht es am 1. November mit einem Auswärtsspiel in Weißenfels.

HSV Zerbst: Lorenz, Geilich – Ille (1), Gerke, Schwenger(1), Daudert (11), Dobritz (11), Maerten (2) Koppensdorf (1), Zielesniak, Lewin(1), Kretschmer(1), Friedrich.