Zerbst l  Dabei steht eine weite Reise in die Slowakei auf dem Programm. Doch nach dem sicheren 8:0-Heimerfolg dürfte das Rückspiel in der Tatra gegen den slowakischen Vertreter Trstena Starek reine Formsache sein.Zum Weiterkommen in die nächste Runde reichen entweder ein Mannschaftspunkt oder sechs Satzpunkte.

„Ich sehe uns natürlich als klaren Favoriten. Aber es geht nicht darum, irgendwie die nötigen Punkte zu holen, sondern auch auswärts zu überzeugen und zu gewinnen. Die anderen Teams im Wettbewerb schauen auf uns und deswegen wollen wir das Weiterkommen standesgemäß sichern“, erklärt SKV-Teamchef Timo Hoffmann.

Im Hinspiel haben besonders die beiden polnischen Nationalspieler des Gastgebers die Zerbster geärgert und waren teilweise knapp am Punktgewinn dran. Hinzu kommt der Heimvorteil mit den starken Fans, die bereits in Zerbst für eine tolle Kulisse gesorgt haben.

Im Blick der Partie steht dabei auch wieder Ivan Cech. Als ehemaliger Publikumsliebling und Erfolgsgarant der Rot-Weißen wurde er schon in seiner alten Heimat lautstark gefeiert und wird auf der neuen Heimbahn gegen seinen Ex-Verein besonders motiviert sein.

Herausforderung

Eine Herausforderung für die Zerbster ist diesmal auch die Anfahrt. „Von Zerbst über Regensburg und Wien ist das diesmal eine ordentliche Strecke. Damit aber alle ausgeruht ankommen, fahren wir natürlich bereits am Freitag“, erläutert SKV-Mannschaftsleiter Andreas Förster die Logistik.

Dabei hofft Förster wieder auf mildere Temperaturen. „Trstena liegt deutlich höher unweit vom Skisprung-Mekka der Polen in Zakopane. Der Winter und damit der Schnee kann gern noch warten“, ergänzt Förster.

Auf Seiten des SKV kann Hoffmann wieder aus dem Vollen schöpfen. Nach den überzeugenden Auftritten der vergangenen Wochen, gekrönt durch den Sieg mit Bahnrekord in Breitengüßbach, steht der komplette Kader voll im Saft. „Es wird klar Veränderungen geben. Die Spieler, die zuletzt weniger Einsatz hatten, kommen jetzt wieder häufiger zum Zug. Dadurch haben wir aber keinen Qualitätsverlust. Das ist unsere große Stärke“, erklärt Hoffmann die taktische Ausrichtung.

Bei einem Weiterkommen dürfen die Rot-Weißen dann auf eine deutlich kürzere Auswärtsreise hoffen. Denn in der zweiten Runde wartet entweder der deutsche Vertreter aus Raindorf oder Neunkirchen aus der Nähe von Wien.

Die nächste deutsche Mannschaft aus Schwabsberg hat nach der knappen Niederlage beim Vizeweltpokalsieger in Neumarkt ebenfalls noch alle Chancen auf die 2. Runde. Dafür planen können wohl ebenso die Favoriten aus Podbrezova, Zapresic und Zalaegerszeg.