Zerbst l Im Wechsel mit der Mannschaftsweltmeisterschaft stehen die Einzeltitelkämpfe im rumänischen Cluj auf dem Programm. Dabei werden gleich sechs Zerbster die „Zippel Zerbst-Fahne“ im internationalen Medaillenkampf in die Welt tragen. Die deutsche Nationalmannschaft hat dabei jeweils sechs Startplätze bei den Frauen und Männern. Im männlichen Aufgebot vertreten vier Zerbster die deutschen Farben.

Benedik für Mazedonien

Angeführt wird das Team von Spielertrainer Timo Hoffmann. Dazu kommen die SKV-Spieler Mathias Weber, Jürgen Pointinger und Manuel Weiß. Ebenfalls nominiert wurde Mathias Dirnberger vom Liga- konkurrenten aus Schwabsberg und der Ex-Zerbster Axel Schondelmaier, der in der abgelaufenen Saison mit seinem Heimatverein Unterhamersbach den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft hat. Als Co-Trainer reist der Zerbster Martin Herold ebenfalls mit nach Rumänien.

Nach einer Pause bei der Mannschafts-WM wird Boris Benedik wieder für seine Kegelheimat Mazedonien die Schuhe schnüren.

Aktuell absolvieren sowohl die Frauen als auch die Männer ein umfangreiches Vorbereitungsprogramm. Die Männer bereiteten sich wie in jedem Jahr in einem viertägigen Trainingslager im sächsischen Erzgebirge in der Sportschule Rabenberg vor. Mit dem letzten Schliff fliegt die Delegation um Cheftrainer Günther Doleschel dann am Pfingstsonntag nach Cluj, wo am Pfingstmontag die Wettkämpfe beginnen.

Nach einer Woche aus Qualifikation und einem kraftraubenden K.o.-Modus, neben Tandem- sowie Sprintwettbewerb, werden am Samstag, 26. Mai, die Medaillen vergeben.

Ohne Medaillenvorgabe

„Bei der Einzel-WM steht für uns immer die Weiterentwicklung im Vordergrund. Wir wollen uns damit bereits auf die nächste Mannschafts-WM vorbereiten. Daher gehen wir auch mit keiner Medaillenvorgabe ins Rennen. Es entscheidet oft die Tagesform und die Welt- spitze ist sehr eng zusammen“, äußerte sich Teamchef Hoffmann zu den Erfolgsaussichten seiner Truppe.

Der große Favorit auf Gold wird einmal mehr Vilmos Zavarko aus Serbien sein. „Er spielt derzeit in einer eigenen Liga und ist in Normalform kaum zu schlagen. Dahinter wird es sicherlich sehr breit und Vieles ist möglich, wenn wir uns auf uns konzentrieren“, ergänzte Hoffmann.