Zerbst l  Mit dem „49. Lauf in den Frühling“ musste der Auftakt-Wettbewerb bereits am 18. März abgesagt werden. Weitere Laufveranstaltungen finden nicht statt bzw. ist deren Austragung weiter offen. Nachdem Hans Güth vom TSV Rot-Weiß Zerbst die erste Laufveranstaltung der Regio-Cup-Serie, den „49. Lauf in den Frühling“, schweren Herzens absagen musste, schlossen sich auch die Veranstalter des 42. Gommeraner Seenlaufes, der am kommenden Sonntag, 3. Mai, ausgetragen werden sollte, an. Vorerst stand auf der Homepage des SV Eintracht Gommern, dass nach einem Datum zur Verlegung des Seenlaufes gesucht wird.

Doch wie John Lenze von der Abteilungsleitung Leichtathletik mitteilte, fällt der Lauf definitiv aus. „Wir wissen nicht, wie sich die Situation weiter entwickelt. Für viele Läufe wurde bereits eine Verschiebung in den Herbst angekündigt. Wenn wir den Seenlauf auch verschieben, gibt es einfach zu viele Überschneidungen“, so Lenze. Er trifft sich mit dem Organisationsteam nochmals, glaubt aber, dass „die Entscheidung zur Austragung negativ ausfallen wird“. Eine virtuelle Austragung des Laufes ziehen die Gommeraner ebenso nicht in Betracht.

Bis 30. April abwarten

Der dritte Lauf der Serie würde am Freitag, 8. Mai anstehen. Da hätte der „Barmer Crosslauf“ seine 25. Auflage gefeiert. Doch Veranstalter Reinhard Glöckner, Abteilungsleiter der Zerbster Sommerbiathleten, sagte schon letzte Woche, dass der Lauf am geplanten Tag „garantiert nicht stattfindet“. „Wir werden noch bis zum 30. April abwarten, was die Bundesregierung sowie das Land und die Stadt vorgeben und dann werden wir eine Entscheidung treffen“, sagte Reinhard Glöckner.

Der nächste Lauf der Serie würde dann am Mittwoch, 20. Mai anstehen. In Nedlitz würde mit dem „18. Nedlitzer Waldlauf“ der vierte Wettkampf der Serie stattfinden. Vorstandsmitglied Eduard Hahn, dessen Verein, der SC Vorfläming Nedlitz, den Lauf in Zusammenarbeit mit Helfern weiterer Vereine ausrichtet, denkt auch nicht, dass der Lauf ausgerichtet werden kann.

„Stand heute (gestern Vormittag – d. Red.) wird er nicht stattfinden. Laut den Verordnungen sind alle sportlichen Einrichtungen geschlossen und somit können wir nicht nach Nedlitz einladen“, sagte der Fußballer, der gleichzeitig Kapitän der Landesklasse-Mannschaft des SCN ist. Auch er und das Organisationsteam will „den Donnerstag und die weiteren getroffenen Entscheidungen der Regierung abwarten“.

Noch eine Weile Zeit ist es, bis der „12. Garitzer Weinberg-lauf“ in Garitz ansteht. Am Mittwoch, 24. Juni, wäre es soweit. Mario Rudolf, Ortsbürgermeister und gemeinsam Ausrichter mit dem Sportverein SV Garitz, sieht die Sache optimistisch: „Solange Großveranstaltungen verboten bleiben, müssen wir sehen, auf welche Zahlen das begrenzt wird. Aber die Lockerungen werden ja immer mehr und ich denke schon, dass unser Lauf stattfinden kann.“ Positiv ist, dass der Garitzer Lauf in diesem Jahr später terminiert wurde. „Der Lauf fand sonst immer schon am Mittwoch vor Pfingsten statt. Wir wollten in den Urlaub fahren und haben den Lauf deshalb nach hinten verschoben. Aus dem Urlaub wurde nichts, aber ich bin zuversichtlich, dass dann wenigstens der Lauf stattfinden kann“, denkt Mario Rudolf.

Der Regional-Politiker hat sich aber auch Gedanken gemacht, welche Alternativen es geben könnte: „Wenn es von offizieller Seite weiterhin verboten wird, werden wir uns etwas anderes einfallen lassen. Eventuell könnte der Lauf virtuell sein oder es könnte in Gruppen gelaufen werden. Das müsste dann auch nicht alles in Garitz sein. Wir werden vorerst abwarten und uns etwas überlegen.“

Abwarten wird hingegen die LG Grün-Weiß 82 Zerbst nicht mehr, denn dass der „30. Zerbs- ter Heimat- und Schützenfestlauf“ nicht stattfindet, steht bereits fest. „Wir haben uns darüber verständigt, dass unser Lauf nicht stattfinden wird“, sagte der Vereinsvorsitzende und Organisations-Chef Martin Reichel. „Ohne Heimatfest kein Heimatfestlauf“, fügte er an. Denn die Stadt hatte bekanntlich das Zerbster Heimat- und Schützenfest bereits abgesagt. „Es ist sehr sehr schade“, bedauert Martin Reichel. „Es wäre unser Jubiläums-Lauf gewesen und wir hatten so viele Ideen, wie wir diesen Tag gestalten. Aber es kommt die Unsicherheit hinzu und in dieser Situation stehen die Sponsoren auch nicht gerade Schlange“, so der Strinumer. Positiv sieht der Vorsitzende der Grün-Weißen aber die derzeitige Lage seines Vereins: „Wir sind im Gegensatz zu anderen Vereinen gut dran, da wir keine Unkosten haben und so müssen wir keine finanziellen Verluste beklagen.“

Nach der Sommerpause stehen mit dem Bahnwettbewerb, inklusive Kreismeisterschaften ABI am Mittwoch, 2. September, dem 40. Lindauer Burglauf am Freitag, 18. September sowie dem 40. Zerbster Rolandlauf am Sonntag, 27. September noch drei weitere Läufe an. Über die Ausrichtung soll an dieser Stelle noch kein Orakel erstellt werden. BIs dahin ist zu hoffen, dass wieder Normalität einkehrt und Sportveranstaltungen generell wieder möglich sind.