Schweinitz l Schon fünf Minuten vor Beginn des vereinsinternen Königsschießens der Schützengilde „St. Hubertus“ Schweinitz hatte jemand den Namen von Monika Bustro mit einer Ringzahl von 51 an die Tafel vom 50-Meter-Stand auf dem Schweinitzer Schießplatz als Schützenkönigin angeschrieben. Das war natürlich als Scherz gedacht, denn es können mit fünf Schuss in der Königsdisziplin Kleinkalibergewehr stehend aufgelegt oder angestrichen maximal 50 Ringe erreicht werden, wenn die Treffer sich alle auf einer Fläche wie dem kleinen Fingernagel in der Mitte der Zielscheibe befinden.

Die bisher höchste Ringzahl von 49 Ringen schafften Dirk Köhler 1997 und 2017 sowie Inger Wiechert 2009 und 2014.

Traditionell zwei Wochen vor dem eigentlichen Dorf- und Schützenfest treffen sich die Schweinitzer Schützen nicht nur, um den König zu ermitteln, sondern auch um einmal im Jahr Eicheln, möglichst goldene, die es ab 45 Ringen gibt, für ihre Schützenschnur zu erzielen.

Bilder

Um es vorweg zu nehmen: Monika Bustro wurde nicht Schützenkönigin. Aber ihr Ehemann Wilfried Bustro schaffte 20 Minuten nach Beginn des Wettbewerbs seine 45 Ringe für die diesjährige goldene Eichel.

Es folgten um 11.30 Uhr Andreas Kalisch mit 46 Ringen, Inger Wiechert eine Stunde später ebenfalls mit 46 Ringen. Dann schoss Steffen Sobolik und erzielte kurz nach 12 Uhr mit 47 Ringen ebenfalls seine goldene Eichel. Dies war schon ein ernst zu nehmendes Ergebnis.

Dirk Köhler, bisher zwölfmaliger Schützenkönig, erschien und erzielte in seiner ersten Runde gleich die 45 für seine goldene Eichel. Aber für mehr schien es bei ihm nicht zu reichen.

Steffen Sobolik vorn

Spannend wurde es, als Hartmut Hoffmann aus Lübars, in der Gilde nur „Hannes“ genannt, plötzlich auch 47 Ringe schoss. In einem mehr als spannenden Stechen bewies der Schießsportleiter Steffen Sobolik, der als Flintenschütze ansonsten für das Aufbauen abwechslungsreicher Parcours bekannt ist, dass er bessere Nerven als Hannes Hoffmann hat.

Dorf- und Schützenfest

Bernhard Ott war traurig, dass er seine grüne Schützenschnur mit einigen Eicheln gegen eine „nackte“ silberne tauschen muss, weil er immerhin 44 Ringe schaffte. Und Markus Knamm freute sich über seine erste grüne Schützenschnur, die er für 40 Ringe erhielt.

Am Samstag startete dann ab 10 Uhr auf dem Schweinitzer Sportplatz das Dorf- und Schützenfest. Gleich zu Beginn wurde der neue Schützenkönig Steffen Sobolik durch Übergabe der Schützenkette vom alten Schützenkönig Dirk Köhler gekürt, damit er möglichst bald eine Runde Freibier spendieren konnte.

Dann gab es verschiedene sportliche Veranstaltungen wie Luftgewehr- und Luftpistolenschießen, Krummes Rohr und Preiskegeln, eine Tombola, Hüpfburg und Kindereisenbahn für die Kleinen sowie Spaßwettkämpfe der einzelnen Straßen und Vereine. Für das leibliche Wohl war auch gesorgt.

Tanz im Festzelt

Höhepunkte waren dann die Siegerehrung mit Verleihung der Würden Bürgerkönig (für Schweinitzer) und Gästekönig ab 17 Uhr sowie der Tanz im Festzelt mit DJ Meikel und einer Überraschung als Einlage ab 20 Uhr. Den Abschluss des Schützenfestes bildete dann der Frühschoppen am Sonntag mit DJ Manfred Höhne & Co. ebenfalls im Festzelt.