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Olympische Winterspiele Meloni: Demonstranten in Mailand sind „Feinde Italiens“

Auf den Straßen Mailands kommt es zu Krawallen. Italiens rechte Regierungschefin nennt die Demonstranten nun „Feinde Italiens und der Italiener“. Sie äußert sich auch zu mutmaßlichen Sabotageakten.

Von dpa 08.02.2026, 09:33
Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verurteilt die Proteste gegen Olympia in Mailand. (Archivbild)
Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verurteilt die Proteste gegen Olympia in Mailand. (Archivbild) Francesco Fotia/AGF via ZUMA Press/dpa

Mailand - Nach Krawallen in Mailand rund um die Olympischen Winterspiele hat Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni scharfe Kritik geübt. Beteiligte an den Ausschreitungen nannte sie in den sozialen Medien „Feinde Italiens und der Italiener“. Sie sorgten dafür, dass die Bilder der Krawalle „im Fernsehen auf der halben Welt“ gezeigt werden, schrieb die rechte Regierungschefin weiter und stellte einen Beitrag des US-Senders Fox dazu.

Am Samstagabend hatte sich in der norditalienischen Metropole ein Protestmarsch von mehr als 3.000 Menschen in Richtung des olympischen Dorfes aufgemacht. Dabei warfen Teilnehmer Rauchbomben und Molotow-Cocktails in Richtung der Sicherheitskräfte. Die Polizei setzte Schlagstöcke, Wasserwerfer und Tränengas ein. Es gab dabei sechs Festnahmen.

Schäden an Bahnnetz - Sabotageakte?

Meloni erwähnte auch einen Vorfall auf dem Streckennetz der italienischen Eisenbahn im Norden des Landes. An drei Stellen des Netzes waren am Samstag Beschädigungen entdeckt worden, was für erhebliche Probleme im Bahnverkehr sorgte. Ermittler schließen nicht aus, dass es sich wie zu Beginn der Sommerspiele 2024 in Paris dabei um Sabotageakte handeln könnte.

„Tausende und Abertausende Italiener arbeiten in diesen Stunden daran, dass während der Olympischen Spiele alles funktioniert“, schrieb Meloni in ihrem Instagram-Post. Viele von ihnen seien als Freiwillige unterwegs, „weil sie möchten, dass ihre Nation einen guten Eindruck macht, bewundert und respektiert wird“. Ihnen gegenüber stünden die von ihr als Feinde bezeichneten Leute, die „gegen die Olympischen Spiele“ demonstrierten, so die Politikerin.