Wuppertal (dpa/kr). Sensationelle Schlappe für Paul Biedermann, starker Sieg von Britta Steffen und Silbermedaille über 200 m Rücken für Paula Beyer vom SC Magdeburg: Der zweite Tag der deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Wuppertal bot gleich drei Paukenschläge. Während Weltrekordler Biedermann über seine Paradestrecke 200 Meter Freistil nur auf Platz zwei hinter Markus Deibler schwamm, hielt Freundin Britta Steffen Minuten später die nationale Konkurrenz über 100 Meter Freistil in Schach. Bei ihrem zweiten Wettkampf nach 15 monatiger Wettkampfpause schwamm sie gestern beeindruckende 52,75 Sekunden – die drittschnellste Kurzbahn-Zeit in Europa.

"Ich bin zurück. Von der Zeit bin ich sehr überrascht", sagte Steffen nach geglückter Qualifikation für die EM (25. bis 28. November) in Eindhoven. Nebenbei schwamm die 26-Jährige auch die Norm für die WM Mitte Dezember in Dubai, die sie aber wie geplant auslassen will. "Das Ziel in diesem Jahr sind die Europameisterschaften, danach kommt die lange Bahn", umriss die Doppel-Olympiasiegerin ihre Ambitionen. Das große Ziel bleibt die WM 2011 in Schanghai und Olympia ein Jahr später. Die nach dem Vorlauf favorisierte Daniela Schreiber (Halle/Saale) blieb über der EM-Norm.

Herausragendes Ergebnis für den SCM war Meisterschafts-Silber für die erst 15-jährige Paula Beyer über ihre Paradestrecke, die 200 Meter Rücken, hinter der Wiesbadenerin Jenny Mensing.

"Eine sehr erfreuliche Überraschung", zollte gestern Abend Paula Beyers Trainer Thomas Ackenhausen seinem Schützling, dessen 2:10,01 Minuten deutschen Rekord in der Altersklasse 15 bedeuten, höchsten Respekt. Noch vor einer Woche beim Weltcup war Paula Beyer mir 2:10,97 Minuten ebenfalls unter 2:11 Minuten geblieben.

Für heute und morgen erhofft Ackenhausen, "dass für den SCM noch mindestens sechs Finalteilnahmen herauskommen". Christian Kubusch (SCM) gilt nach seinem Titelgewinn über 800 m Freistil auch über 1500 m Freistil als Favorit.