München (dpa). Der FC Bayern München hat seine Klettertour in der Fußball-Bundesliga mit einem Pflichtsieg gegen "Lieblingsgegner" SC Freiburg eröffnet. Der deutsche Meister besiegte gestern Abend die Breisgauer deutlich mit 4:2 (1:0) und rückte nach dem zehnten Ligasieg in Serie gegen den SC auf den siebten Tabellenplatz vor.

Martin Demichelis (39.), Mario Gomez (64.), Anatoli Timoschtschuk (72.) und Toni Kroos (80.) sorgten vor 69 000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz-Arena für einen am Ende deutlichen Sieg des Rekordmeisters, der sich nach der Pause erheblich steigerte. Der eingewechselte Stefan Reisinger (64.) und Edson Braafheid mit einem Eigentor (87.) trafen für Freiburg.

Zum vierten Mal nacheinander wollte Trainer Louis van Gaal dieselbe Elf aufbieten. Aber beim Aufwärmen musste Nationalspieler Holger Badstuber bei den Bayern wegen einer Schambeinentzündung passen. Für ihn kam Demichelis. Es war ein Glücksfall für die Münchner, denn ausgerechnet der bei van Gaal auf das Abstellgleis geratene Argentinier stellte die Weichen auf Sieg für den Meister.

In einer an Quer- und Rückpässen reichen, aber an Höhepunkten und Torchancen armen ersten Spielhälfte setzte Demichelis das Glanzlicht: Nach einem Eckball von Danijel Pranjic war der Innenverteidiger mit dem Kopf zur Stelle – sein 13. Ligator, das achte mit dem Kopf. Ein traumhaftes Comeback, Demichelis deutete nach seinem Treffer demonstrativ auf das Bayern-Wappen auf seinem Trikot.