Magdeburg. Serban-Dan Costa hat auch eine Wasserball-Vergangenheit. Er spielte in der rumänischen Jugend-National- mannschaft, dann kam er nach Deutschland, 20 Jahre kämpfte er für Offenbach um Punkte. Und seine Trainingseinheit begann damals, nachdem der deutsche "Albatros" und Weltklasse-Schwimmer Michael Groß aus dem Wasser gestiegen war.

Seine Begeisterung für den Sport ist beim Chefarzt der Uniklinik Magdeburg also kein Zufall. Und er blickt erfreut auf die jüngste Entwicklung seiner WU Magdeburg. "Ich bin sehr zufrieden, mit der Leistung der Mannschaft, mit der Arbeit in allen Bereichen. Die Chancen, in die erste Bundesliga-Gruppe aufzusteigen, sind hervorragend", blickt der WUM-Präsident optimistisch voraus.

Jetzt erwartet Costa und sein Team ein erneuter Höhepunkt. Denn am kommenden Dienstag trifft die deutsche Nationalmannschaft auf den mehrfachen Weltmeister und Olympia-Sieger aus Serbien in der Magdeburger Elbe-Schwimmhalle (20 Uhr), ein Spiel in der Weltliga. "Für uns ist es eine Ehre, das Spiel zu organisieren", erklärt Costa. Und für die Nationalmannschaft ist es inzwischen eine Selbstverständlichkeit. "Wir hatten drei Spiele zur Auswahl", zeigt Johannes Koch, der WUM-Organisationschef, den Stellenwert Magdeburgs im deutschen Wasserball auf. "Mit Magdeburg haben wir die besten Erfahrungen gemacht, da ist eine fantastische Stimmung garantiert", weiß Michael Zellmer, der Manager des Nationalteams. Costa ergänzt: "Wir haben das mit Abstand beste Publikum in Deutschland, wenigstens 80 Prozent der Besucher wissen, wie Wasserball gespielt wird."

Zuletzt wurde am 26. Januar dieses Jahres ein Länderspiel in der Elbe-Schwimmhalle ausgetragen. Damals gewannen die Deutschen gegen Frankreich mit 7:6. Noch enger, noch spannender ging es zum Auftakt der diesjährigen Weltliga-Saison zu, als das Team von Bundestrainer Hagen Stamm erstmals seit 20 Jahren bei Vize-Weltmeister Spanien mit 12:11 nach Fünfmeter-Werfen gewann. Aber nicht nur dieser Erfolg erklärt die starke Form der Mannschaft, zuletzt setzte sie sich in Hannover in der EM-Qualifikation gegen die Slowenen durch – mit 21:11.

Da Alexander Tchigir (Wasserfreunde Spandau 04) noch verletzt und Tim-Ole Fischer (ASC Duisburg) berufsbedingt verhindert ist, steht nur Roger Kong (Spandau) als Keeper im Aufgebot. Für Ingo Pickert (Waspo Hannover) stößt Erik Miers (Spandau) zum Team, außerdem nominierte der Bundestrainer Till Rohe vom ASC Duisburg. Costa ist fest überzeugt: Das Spiel gegen Serbien "wird eine ganz heiße Kiste".