Von Klaus Renner

Samswegen. Der Bundesliga-Auftakt der Samsweger Gewichtheber gegen Blau-Weiß Schwedt geriet kürzlich fast zur Nebensache. Nicht, dass die Überlegenheit der Stemmer aus dem "Stärksten Dorf der Welt" so unheimlich groß gewesen wäre.

Grund für die geteilte Aufmerksamkeit, auch Thomas Webel, Landrat des Bördekreises und Präsident des sachsen-anhaltischen Verbandes für Gewichtheben und Kraftsport, war unter den rund 400 Besuchern, war eine Ausstellung anlässlich des 40. Jubiläums des Gewichthebens in Samswegen.

Otto Haase, Nestor des Eisenstemmens im Bördedorf, langjähriger Abteilungsleiter und Trainer und jetzt Ehrenmitglied, hatte in emsiger Kleinarbeit eine Ausstellung über die ersten 20 Jahre des Gewichthebens in Samswegen zusammengetragen. Clou des ersten von insgesamt vier Teilen der Exposition am Rande des Bundesliga-Abends war eine riesige Tafel mit den Porträts von 420 ehemaligen Hebern und die Ankündigung, dass jeder, der sein Konterfei nicht entdeckt, sein Eintrittsgeld zurückerstattet bekommt.

"In der Tat fanden sich zwei unserer ehemaligen Aktiven, einer von ihnen gewann sogar in den 70er Jahren mit der Mannschaft den Bezirks-FDJ-Pokal, deren Fotos nicht dabei waren", erinnert sich Haase. Beide, Detlef Ebert und Heiko Belwe, erhielten zwar nicht ihr Eintrittsgeld zurück, jedoch Getränkegutscheine im gleichen Wert. Teil zwei der Ausstellung soll am 20. November beim nächsten Heimkampf folgen.