Wenn der SC Magdeburg und die Volksstimme zum traditionellen Sport-Presse-Ball ins Magdeburger Maritim-Hotel einladen, dann wird es für gewöhnlich ein beschwingter, langer Ball-Abend. So war es auch am Sonnabend bei der 19. Auflage, die diesmal unter dem Motto "Eine italienische Nacht" stand. Bis in die frühen Morgenstunden amüsierten sich über 800 Ballgäste und es wurde nach Herzenslust getanzt, getratscht, gelacht.

Magdeburg. Am Pult im Fokus stehen und eine Rede zu halten, das sei eigentlich gar nicht sein Ding - und doch meisterte Dirk Roswandowicz seine Premiere am Samstagabend mit Bravour. Als neuem Präsidenten des SC Magdeburg, gewählt im Juni dieses Jahres, war dem Ex-Fußballer die Ehre zuteil geworden, auf der Bühne im festlich geschmückten großen Saal des Maritims den 19. Sport-Presse-Ball zu eröffnen.

Und in seiner Begrüßungsrede nahm Roswandowicz auch gleich Bezug auf sein Amt, die jüngste Vergangenheit, in der die Vereinsspitze des SCM oftmals wechselte und den in diesem Jahr gestarteten Neuanfang. "Ich verspreche ihnen, dass sie mich hier nicht nur einmal erleben werden. Der SCM wird mich so schnell nicht mehr los ...", erklärte der "Präsi" und bedankte sich nicht nur bei den Sportlern, Trainern und Sponsoren, sondern vor allem auch bei den "zentralen Figuren im Verein", die ihm bei seiner ehrenamtlichen Arbeit hilfreich zur Seite stehen: "Gemeinsam haben wir einen Imagewandel vollzogen, den uns niemand zugetraut hat. Und wenn ich mich so umschaue und die zahlreiche Prominenz aus Politik und Wirtschaft hier anschaue, dann kann ich daraus schließen: Man kommt wieder gern zum SCM."

Das konnte Ministerpräsident Wolfgang Böhmer nur unterstreichen. Der CDU-Politiker, der die Ballgäste in Anlehnung an das Thema des Abends mit "Buona sera!" begrüßte, lobte die Leistungen der SCM-Sportler, die 2010 ein Dutzend internationale Medaillen einheimsen konnten, in den höchsten Tönen. "Es gibt nur wenige Vereine im Land, oder eigentlich gar keinen, der sportlich so erfolgreich ist wie der SC Magdeburg." Athleten wie die Kanu-Weltmeister Conny Waßmuth oder Andreas Ihle seien Werbeträger des Landes und Vorbilder: "Sie zeigen die Bereitschaft, sich anzustrengen und Zeit zu opfern und die Fähigkeit, nicht nur zu gewinnen, sondern auch mit Fairness zu verlieren. Solche Eigenschaften kommen in unserer Gesellschaft gelegentlich zu kurz."

Nicht zu kurz kamen an diesem Abend all jene, die ins Maritim geströmt waren, um nach dem offiziellen Teil und der traditionellen Sportlerehrung eine rauschende Ballnacht zu erleben. Während die singenden Gondolieri und der jonglierende Pizzabäcker Giovanni die Gäste in Urlaubsstimmung versetzten, sorgten Chefkoch Wilfried Kluge und sein Team für die kulinarischen Höhepunkte. Und natürlich kamen auch all die auf ihre Kosten, die gern das Tanzbein schwingen. Sogar beim Auftritt von Pippo Azzurro, dem musikalischen Stargast des Abends, war die Tanzfläche dicht belagert.

"Eine tolle Sache", war auch Handballer Kjell Landsberg begeistert. "Das letzte in dieser Art war mein Abiball", verriet der SCM-Neuzugang. "Sich in so einem Ambiente zu treffen und mal ganz ungezwungen mit den Leuten, die sich für unseren Sport interessieren, zu plaudern, das hat was", sprach’s und verschwand beschwingt in der Pianobar ...

 

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