Von Klaus Renner

Magdeburg. Nach Vorrunden-Niederlagen gegen Titelverteidiger Wladimir Samsonow (Weißrussland) und den Südkoreaner Oh Sang Eun sowie einem 4:3-Sieg über den Russen Alexej Smirnow war für den Österreicher Werner Schlager der Men’s World Cup in der Bördelandhalle schon am Sonnabend Mittag zu Ende.

Doch von Traurigkeit keine Spur beim 38-Jährigen, der zum vierten Mal nach 2002, 2005 und 2007 in Magdeburg zu Gast war: "Ich hätte mein letztes Spiel gegen den Südkoreaner gewinnen müssen, um weiterzukommen. Aber das Ergebnis war schon okay. Leider war ich am Ende etwas nervös und habe deswegen meine Chance nicht genutzt."

Eine ganz andere Chance nutzte der stets freundliche Olympiavierte mit der Mannschaft – und das auch noch in Magdeburg: Bei seinem ersten Auftritt in Sachsen-Anhalt lernte er seine Lebensgefährtin Bettina Müller kennen. "Sie war Tischtennis-Groopie und aus dem Saarland mit einer Freundin nach Magdeburg gekommen", erinnert sich Schlager. Bei der Abschlussparty nach dem Turnier hat es in einer Magdeburger Disko zwischen beiden schließlich "gefunkt".

Vor 21 Monaten erblickte Sohn Nick, das große Glück des Paares ohne Trauschein, das Licht der Welt. Die Partnerin arbeitet mittlerweile in der Werner-Schlager-Tischtennis-Akademie mit und hat, wie Schlager mit einem verschmitzten Lächeln betont, "außerdem noch zwei Jobs: Sie passt auf unseren Sohn und auf mich auf."

Werner Schlager, der bereits heute nach Jekaterinburg zur Teilnahme am European Supercup reist, genoss die Stimmung in der Bördelandhalle: "Ich spiele hier sehr gern. Für mich ist wichtig, dass ich mich in der Halle wohlfühle. Nur dann kann ich das, was ich wirklich kann, auch abrufen."