Magdeburg l Hinter Beck, der seit seinem spektakulären Wechsel von Germania Halberstadt zum 1. FC Magdeburg im Januar 2013 bereits 21-mal traf, sollen mehrere Drittligisten her sein. Der hoch aufgeschossene Mittelstürmer, mit bisher zwölf Saisontoren treffsicherster Angreifer der Regionalliga Nordost, wird, so war aus sicherer Quelle zu erfahren, von Spähern aus dem Profi-Fußball mit Argusaugen beobachtet.

Derzeit ist jedoch der FCM, der sich erst kürzlich die Dienste seines Goalgetters (Marktwert 125.000 Euro) vorzeitig bis 2015 sicherte, klar im Vorteil. Das bedeutet: Bei einem vorzeitigen Beck-Wechsel wäre eine Ablösesumme (unter der Hand ist von 200.000 bis 250.000 Euro die Rede) fällig.

"Wir haben einen Vertrag über die Saison hinaus. Christian fühlt sich bei uns wohl und schießt seine Tore", sieht FCM-Sportchef Mario Kallnik die Lage gelassen, nicht ohne den Schlusssatz: "Bisher ist noch niemand offiziell an uns herangetreten."

Beck, dem nicht daran gelegen ist, vor dem Punktspiel am Sonnabend gegen Lok Leipzig Unruhe zu stiften, unterstrich gestern, seinen Vertrag bei den Elbestädtern erfüllen zu wollen: "Ich hege keine Wechselabsichten und beschäftige mich damit auch nicht." Bislang habe sich "noch kein Verein gemeldet". Er genieße das "volle Vertrauen" seines Trainers Andreas Petersen. Beck weiter: "Ich will mit dem FCM jedes Spiel gewinnen. Gemeinsam wollen wir zeigen, dass wir uns im Vergleich zur vergangenen Saison weiterentwickelt haben." Sein Erfolgsgeheimnis beschreibt der Linksfuß, der als Jugendlicher schon 2000-mal den Ball jonglierte ("Dann habe ich aber aufgehört"), so: "Wir sind besser eingespielt. Die Jungs wissen, wohin ich laufe, und es wird mir einfach gemacht, die Tore zu schießen."

Auch Petersen erachtet Wechselgedanken als "aus der Luft gegriffen. Wir gehen ehrlich und entspannt miteinander um. Christian ist für uns äußerst wertvoll und unser Spielsystem an ihm orientiert. Er ist Endabnehmer."

Während aus Erfurt und Leipzig keine Stellungnahmen zu erhalten waren, sagte HFC-Manager Ralph Kühne: "Klar, verfolgen wir Christians Entwicklung. Wir kennen aber seine Vertragssituation. Ich habe mit Mario Kallnik ein sehr gutes Verhältnis. Sollten wir wirklich Interesse an einem Spieler haben, würden sich zuerst beide Vereine ins Benehmen setzen."