Balatonfüred/Magdeburg l In der letzten Runde gab es an der Spitze des Feldes kein Halten mehr: Erst zogen Titelverteidiger Jordan Wilimovsky (USA) und Marc-Antoine Olivier (Frankreich) das Tempo an, dann zog Ferry Weertman aus der Tiefe des Verfolgersfeldes mit langen Armzügen auf der Schlussgeraden an allen vorbei: Der Olympiasieger aus den Niederlanden sicherte sich nach Silber von Kasan 2015 am Dienstag bei den Freiwasser-Weltmeisterschaften im Plattensee Balaton (Ungarn) auch seinen ersten WM-Titel. Weertman schlug nach 1:51:58,5 Stunden über zehn Kilometer und vor Wilimovsky und Olivier an. 

Für Rob Muffels vom SC Magdeburg blieb nur der 26. Platz, noch am frühen Abend wurde das Ergebnis auf Rang 25 korrigiert. Damit hatte der 22-Jährige bei seinem ersten WM-Start über die olympische Distanz sein Ziel (ein Top-Ten-Platz) verfehlt. 39,6 Sekunden trennten Muffels vom Sieger. Dabei war er drei der vier Runden immer in der Spitze mitgeschwommen, eingangs des Schlussabschnittes befand sich Muffels noch auf Rang fünf. "Weil ich aber befürchtete, zu viele Positionen zu verlieren, habe ich mich wahrscheinlich zu wenig verpflegt", sagte er der Volksstimme. So fehlte ihm letztlich die Kraft, um auf den letzten eineinhalb Kilometern das Tempo an der Spitze mitgehen zu können. Bester Deutscher wurde Christian Reichert (Wiesbaden) auf Rang zwölf.

Schon am Donnerstag geht es für Muffels im Teamwettbewerb weiter. Am Mittwoch startet Teamgefährtin Finnia Wunram über die fünf Kilometer.