Von Janette Beck

Handball l Magdeburg Lange Zeit blieb Handball-Bundesligist SC Magdeburg vom Verletzungspech verschont, um so härter schlug das Schicksal nun zu: Fabian van Olphen zog sich am Samstag beim Training ohne Fremdeinwirkung einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu. Diese schockierende Diagnose ergab eine tiefgründige Untersuchung gestern in der Magdeburger Uniklinik. Damit ist die Saison für den Kapitän, der nach Auskunft von Manager Marc Schmedt am Donnerstag operiert werden soll, beendet. Die Verantwortlichen gehen in ihren Personalplanungen sogar von einem Ausfall des 30-Jährigen von "bis zu einem Jahr" aus.

Schmedt kommentierte den Super-GAU gestern so: "Der Ausfall von Fabian ist eine absolute Katas-trophe, denn wir verlieren damit für lange Zeit unseren zentralen Führungsspieler. Kaum einer verkörpert die Magdeburger Handballtugenden Kampf und Einsatz wie Fabian." Man habe dem Holländer "das klare Signal gegeben, dass er bei unserer weiteren Zukunftsplanung eine elementare Rolle spielt. Deshalb bekommt er von uns auch ausreichend Zeit, um die Verletzung vollständig auszukurieren", so Schmedt, der mit einer bis zu einjährigen Pause rechnet, "weil Fabian eben ein Spieler ist, der über die Physis kommt. Das heißt, er muss zu 100 Prozent auf seinen Körper vertrauen können, und das bedarf Ruhe, Geduld und viel Zeit."

Für Schmedt Co. bedeutet die Hiobsbotschaft, "nach sinnvollen Lösungen und adäquaten Ersatz zu suchen. Dabei müssen wir die Rückserie, aber auch für die Komponente Hinserie neue Saison im Auge haben. Schnellschüsse helfen uns nicht weiter". Kurzfristig müsse "erst einmal die Verantwortung auf Pajovic, Doborac und Wiegert verteilt werden".

Trainer Frank Carstens erklärte: "Das ist ein Schlag ins Kontor. Aber vor allem für Fabian selber ist es ein traurige Geschichte, zumal er gerade in einer starken Form war. Jetzt heißt es: Wir müssen noch enger zusammenrücken."