Magdeburg l Mit viel Optimismus geht der Magdeburger Renn-Verein in die neue Galopprenn-Saison. Präsident Heinz Baltus (65) ist sich sicher, dass „ein sehr gutes Jahr“ bevorsteht und bezieht zu verschiedenen Themen Stellung.

Renntage 2019: „Fest stehen der 27. April, 30. Mai, 22. Juni, 7. September und 19. Oktober. Sollte Halle Probleme haben, stehen wir Gewehr bei Fuß, den Auktionsrenntag (BBAG) am 31. Oktober wieder bei uns stattfinden zu lassen.“

Eigenes Reit- und Springturnier vom 12. bis 15. September: „Der Termin steht, wir basteln derzeit an der Ausschreibung. Wir machen das, weil wir damit die Basis verbreitern und Pferdesportfreunde im Land enger zusammenführen wollen.“

Bilder

PMU-Rennen: „Sind kein Thema mehr. Auch andere Vereine überlegen ernsthaft, darauf zu verzichten, weil die Anfangszeiten noch weiter nach vorne gezogen werden sollen. Außerdem will sich die PMU als größter europäischer Wettanbieter aus dem Auslandsgeschäft zurückziehen und sich verstärkt auf das eigene Land, also Frankreich, konzentrieren.“

Bewettung des Kaltblutrennens am letzten Renntag: „Nicht durchsetzbar, weil das Landesverwaltungsamt dagegen ist und argumentiert, dass es sich hier um keine Leistungsprüfung handelt. Vielleicht starten wir einen neuen Anlauf in Richtung Benefizveranstaltung und lassen die Erlöse dann einem guten Zweck zukommen.“

Finanzielle Situation: „Wir haben uns konsolidiert und 2018 mit einer schwarzen Null abgeschlossen. Auch die Schulden, immerhin rund 70.000 Euro ans Finanzamt, sind komplett abbezahlt. Wir sind wieder eine feste Größe, weil Zuspruch und Umsätze gestiegen sind, wir eine noch höhere Akzeptanz genießen und außerdem neue Sponsoren dazugewinnen konnten.“

Wirkt sich das auch auf die Rennpreise aus?: „Das ist unser Ziel. Wenn wir uns weiter so positiv entwickeln, denke ich an ein Listenrennen oder einen Ausgleich I bzw. II, wo wir auch mal 10.000 Euro Preisgeld ausschütten können. Aber gegenwärtig ist das noch nicht spruchreif.“

Neuwahlen: "Wenn es gewollt ist, bin ich bereit, auf der Mitgliederversammlung im März oder April für eine vierte Amtszeit als Präsident und damit für drei weitere Jahre zu kandidieren.“

Wird es die rund 100 Quadratmeter große Leinwand wieder geben?: „Das war keine Eintagsfliege. Die Leinwand steht uns zumindest für die nächsten drei Jahre zur Verfügung, weil es gelungen ist, für die Finanzierung einen Sponsor zu finden.“

Anschaffung einer neuen Startmaschine: „Das beschäftigt uns schon seit geraumer Zeit. Unser jetziges Modell funktioniert zwar, aber die Frage ist natürlich: Wie lange noch? Mit einer neuen Startmaschine könnten wir zudem auf 15 statt bisher zwölf Pferde pro Rennen erweitern. Aber Vorrang hat momentan der Anbau des Toilettentraktes auf dem Gelände, was sich als schwierig genug gestaltet, weil viele Firmen ausgebucht sind.“