Linz/Magdeburg l Philipp Syring lag im Boot und empfing das Schulterklopfen von Ruben Steinhardt (Hamburg) hinter ihm und das Oberschenkelklopfen von Hans Gruhne (Potsdam) vor ihm. Ausgepowert von einem harten Endspurt fehlte dem Ruderer vom SC Magdeburg in diesem Moment die Kraft, seinen zweiten Podestplatz beim zweiten Weltcup der Saison zu bejubeln. Nach Rang zwei in Belgrad (Serbien) fuhr der Doppelvierer um Schlagmann Stephan Krüger (Rostock) am Sonntag in Linz-Ottensheim (Österreich) auf Rang drei in 5:42,52 Minuten. Trotzdem sagte Syring: „Beim nächsten Mal müssen wir noch mehr über die Schmerzgrenze gehen.“ Es gewann Italien in 5:40,28 Minuten vor den Niederlanden (5:42,04).

Achter spielt Stärken aus

Es war eine von acht Medaillen in zwölf olympischen Disziplinen, die der Deutsche Ruderverband (DRV) einfuhr. Neben einem starken Doppelvierer der Frauen sicherte sich auch der Deutschland-Achter den Sieg. Allerdings unter anderen Voraussetzungen als sonst: „Das war eine neue Situation für uns: Großbritannien hatte uns im Vorlauf geschlagen, Neuseeland im Hoffnungslauf. Heute war alles drin“, sagte der Bernburger Maximilian Planer. Letztlich aber hielt die Serie des seit den Sommerspielen 2016 ungeschlagenen Achters, weil „wir unsere Stärken ausgespielt haben“, so der 27-Jährige. Mit 5:26,88 Minuten siegte das Boot auf den 2000 Metern – und mit 1,3 Sekunden vor den Briten.

Stark war auch, wie der Doppelvierer bis zur 1500-Meter-Marke vorgelegt hatte. „Wir haben erneut Fortschritte gemacht, das gibt uns Selbstvertrauen“, erklärte der 21-jährige Syring. Nur blieben sie auch diesmal nicht gemeinsam im Schlag beim Endspurt, „daran müssen wir weiterhin arbeiten“, so Syring. Dafür haben sie bis zur Weltmeisterschaft in Plovdiv (Bulgarien) im September noch viel Zeit.