Hamburg l Die Achterbahnfahrt des SC Magdeburg geht weiter: Vier Tage nach dem Einzug in das Final Four im deutschen Handball unterlag die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert am Sonntag in der Bundesliga beim krisengeschüttelten HSV Hamburg mit 22:27 (8:11). Die Gäste liefen lange einem deutlichen Rückstand hinterher, waren nur fünf Minuten vor dem Ende beim 20:22 kurzzeitig in Schlagdistanz.

Nächstes Spiel am Mittwoch

Bester Werfer für die Hamburger war Hans Lindberg mit zwölf Treffern, für den ersatzgeschwächten SCM erzielte vor 9156 Zuschauern Michael Damgaard fünf Treffer. Bereits am Mittwoch muss der SCM wieder ran, empfängt dann in der heimischen Getec-Arena (19 Uhr) die HSG Wetzlar.

Der HSV hatte am vergangenen Dienstag einen Insolvenzantrag gestellt. Der Spielbetrieb sei vorerst gesichert, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Gideon Böhm mit. Der Rechtsanwalt sieht eine „realistische Chancen" für ein tragfähiges Sanierungskonzept. Für Mäzen und Hauptsponsor Andreas Rudolph ist der HSV Hamburg dagegen am Ende. Der 60 Jahre alte Millionär, der nach eigenen Angaben seit 2004 bis zu 50 Millionen Euro in den Verein gesteckt haben will, bezifferte das Finanzloch des HSV auf fünf Millionen Euro. Dagegen seien Einnahmen von lediglich 700 000 Euro bis Juni 2016 zu erwarten.