Halle/Magdeburg l Andreas Silbersack wird als Chef des Landessportbundes (LSB) zurücktreten. „Ich denke, nach mehr als zehn Jahren ist jetzt der richtige Zeitpunkt den Staffelstab weiterzugeben", wird Silbersack in einer Pressemitteilung des Landessportbundes vom Dienstagabend zitiert. Der 51-Jährige war erst im September 2018 für vier Jahre, also bis 2022, mit 87 Prozent im Amt bestätigt worden.

Der Jurist ist seit 2008 LSB-Präsident. Er hat den Verband in den zurückliegenden Jahren mit sicherer Hand aus turbulenten Zeiten geführt. Unter dem Dach des Landessportbundes sind in 14 Kreis- und Stadtsportbünden etwa 350.000 Sportler aus knapp 3100 Vereinen organisiert. Der LSB Sachsen-Anhalt plant im November 2019 die Einberufung eines außerordentlichen Landessporttages, um die Nachfolge Silbersacks zu klären.

Als aussichtsreichste Kandidatin gilt die bisherige Vize-Präsidentin Silke Renk-Lange. Die 51-Jährige war 1992 in Barcelona Olympiasiegerin im Speerwurf geworden. „Sie würde sich wunderbar eignen, eine solche Funktion auszufüllen", sagte Silbersack am Dienstag der Volksstimme.

Andreas Silbersack gilt als Tausendsassa. Der Vater von drei Kindern ist geschäftsführender Gesellschafter einer Rechsanwaltskanzlei in Halle. Im Ehrenamt engagiert er sich als Präsident des Landessportbundes (LSB), als Vorstandsvorsitzender des Trägervereins des Olympiastützpunktes Sachsen-Anhalt, als Vizepräsident von Special Olympics Deutschland. Seit Ende 2018 ist der Jurist Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Zudem ist Silbersack als Mitglied der Liberalen gemeinsamer Kandidat von CDU und FDP  für die Oberbürgermeisterwahl in Halle am 13. Oktober. Dort ist bereits Kritik laut geworden, dass er im Wahlkampf zu wenig präsent sei.