Handball

SCM bezwingt Eulen deutlich

Mit dem dritten Sieg in Serie hat Handball-Bundesligist SC Magdeburg seine Ambition auf Rang drei untermauert. Gegen die Eulen Ludwigshafen gewann das Team am Abend mit 37:29 (23:14).

Von Lukas Reineke
Michael Damgaard (o./gegen Alexander Falk) war neben Omar Magnusson mit neeun Toren der beste Werfer des SC Magdeburg,
Michael Damgaard (o./gegen Alexander Falk) war neben Omar Magnusson mit neeun Toren der beste Werfer des SC Magdeburg, Foto: Eroll Popova

Magdeburg - Von einer langen und intensiven Bundesliga-Saison ist bei den Handballern des SC Magdeburg auf der Zielgeraden nichts zu spüren. Wie zuletzt in Göppingen (29:21) spielten die Grün-Roten beim 37:29 (23:14)-Erfolg gestern Abend gegen die Eulen Ludwigshafen von Beginn an druckvoll nach vorn. Besonders Michael Damgaard erwischte vor 1308 Zuschauern in der Getec-Arena einen Sahneabend. Mit neun Toren war er neben Omar Magnusson der beste Werfer der Gastgeber. Schon beim 29:22-Erfolg im Hinspiel war der Däne mit dieser Ausbeute der erfolgreichste Schütze im SCM-Trikot.

Nach einem rasanten Beginn verlor die Partie zunächst an Tempo. Die 6:0-Abwehr der Magdeburger bekam mehr Zugriff auf den Gegner. Beinahe sieben Minuten blieb der Abstiegskandidat aus Ludwigshafen ohne Treffer. Gäste-Trainer Benjamin Matschke reagierte und brachte den siebten Feldspieler. Doch dank zweier Tore von Topscorer Magnusson konnte sich der SCM zu diesem Zeitpunkt bereits auf 11:6 absetzen (15.). Bester Mann auf dem Feld blieb allerdings „Mika“ Damgaard. Nachdem Eulen-Keeper Martin Tomovski zunächst einen Wurf des 31-Jährigen zunächst parierte, schaltete er schneller als alle Verteidiger und erzielte das 16:10 (22).

In der Schlussphase des ersten Abschnitts begannen die Gastgeber zudem zu zaubern. Damgaard spielte den Ball nach Linksaußen auf Lukas Mertens. Dieser setzte den in den Kreis fliegenden Christoph Steinert in Szene. Das Kempa-Tor zum 22:12 (28.) war der schönste Treffer des Abends. Steinert markierte auch den 23:14-Pausenstand. Und schon da war Matschke bedient: „Neun technische Fehler in der ersten Halbzeit sind einfach zu viel“, sagte der Trainer. „Und dann haben die Magdeburger das gemacht, was sie am besten in der Liga können: das Umschaltspiel.“ Das bestätigte auch SCM-Coach Bennet Wiegert: „Da spielen uns die erzwungenen Fehler in die Karten, wir kommen ins Laufen.“

Nach dem Seitenwechsel bekam Damgaard eine Pause. Auch ohne ihn baute der SCM die Führung zunächst aus. Eine Premiere feierte zudem Niclas Behrendt, der Nachwuchskeeper fügte sich mit sechs Paraden hervorragend ein. Derweil legte Magnusson mit seinen neun Toren im Duell um die Torjägerkanone vor. Er erhöhte seine Ausbeute auf 247. Konkurrent Marcel Schiller (242 Tore) ist mit Göppingen erst heute im Einsatz.

Im Duell um den besten Torschützen der Partie musste er sich jedoch mit einem Patt begnügen. Damgaard kam Mitte der zweiten Halbzeit zurück auf die Platte und erzielte noch sein neuntes Tor.

Im Kampf um Platz drei hat der SC Magdeburg nach dem 37:29 nun am kommenden Samstag (18.30 Uhr/Sky) bei den Rhein-Neckar Löwen einen Matchball. Mit einem Sieg beim ärgsten Verfolger wäre zum dritten Mal in Serie der dritte Rang sicher.