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Olympische Winterspiele Schwedin überschlägt sich - Langlauf-Bedingungen „kriminell“

Tiefer Schnee, viele Stürze und überraschende Siegerinnen: Die Langlaufstaffel der Frauen hat bei den Winterspielen viel zu bieten. Eine Schwedin muss über eine Minute lang auf nur einem Ski laufen.

Von dpa Aktualisiert: 14.02.2026, 15:50
Die Schwedin Ebba Andersson stürzte schwer.
Die Schwedin Ebba Andersson stürzte schwer. Matthias Schrader/AP/dpa

Tesero - Ebba Andersson kämpfte auch rund zwei Stunden nach ihrem von einem heftigen Sturz zerstörten Rennen mit ihren Emotionen. „Es ist hart für mich, hier zu sitzen“, sagte die schwedische Langläuferin in Tesero mit feuchten Augen. „Der Plan ist, zurück ins Hotel zu gehen, eine Dusche zu nehmen und die negativen Gefühle von heute wegzuduschen“, erklärte die 28-Jährige.

Andersson war die unfreiwillige Hauptdarstellerin einer spektakulären olympischen Staffel, fuhr zeitweise nur auf einem Ski. Beim überraschenden Gold der norwegischen 4 x 7,5 Kilometerstaffel kämpfte sich ihr favorisiertes Team nach Anderssons sportlichem Drama in einem verrückten Rennen noch vor Finnland zu Silber.

Die deutsche Staffel kam mit Laura Gimmler (Oberstdorf), Katharina Hennig Dotzler (Oberwiesenthal), Helen Hoffmann (Oberhof) und Pia Fink (Bremelau) auf Rang vier.

Hennig Dotzler: Bedingungen „kriminell“

Schwer zu kämpfen hatten alle Nationen mit dem tiefen Schnee. Bei regnerischem Wetter stürzten bereits in der ersten Runde zahlreiche Läuferinnen. Auch die deutsche Staffel hatte einige Probleme. „Ich bin dankbar, in der Abfahrt stehen geblieben zu sein, weil es kriminell war“, sagte Katharina Hennig Dotzler nach ihrem Rennen.

Andersson, zweifache Silbermedaillengewinnerin im Einzel, gelang das nicht. Sie überschlug sich als zweite Läuferin auf einer Abfahrt und verlor dabei einen Ski. Weil sich der Ski nicht mehr am Schuh anbringen ließ, musste sie über eine Minute lang auf einem Ski weiterfahren, während sie den anderen unter dem Arm hielt. Danach erhielt sie einen Ersatz-Ski. Beim nächsten Wechsel lagen die Schwedinnen, die vor dem Sturz Zweite waren, nur noch auf Rang acht.

Andersson: „Harter Tag“

„Es sind keine Erinnerungen, an die ich mich zurückerinnern will. Es war ein harter Tag für mich und leider war es dadurch auch ein harter Tag für das Team“, sagte Andersson. „Aber wir teilen sowohl Siege als auch Zeiten, in denen es nicht so gut läuft. Heute war einer dieser Tage.“ Den Bedingungen gab sie nicht die Schuld: „Es lag alles an mir, nicht an den Bedingungen.“

Die dritte Schwedin Frida Karlsson schaltete den Turbo ein und konnte die Top-Favoritinnen zumindest wieder auf Platz drei führen. Schlussläuferin Jonna Sundling sicherte dem enttäuschten Quartett noch Silber. An der Spitze lief Norwegen ein einsames Rennen: Heidi Weng sicherte die Goldmedaille souverän. Finnland jubelte über Bronze.