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Wintersport Skiflug-Premiere begeistert - Kombinierer setzen Zeichen

Spektakuläre Flüge, packende Sprints: Die Kombinierer liefern beim Weltcup in Bad Mitterndorf ein echtes Highlight – und kämpfen um ihre olympische Zukunft. Rydzek wird Dritter.

Von dpa 27.02.2026, 16:51
Johannes Rydzek flog auf 212,5 Meter.
Johannes Rydzek flog auf 212,5 Meter. Erwin Scheriau/APA/dpa

Bad Mitterndorf - Mit einem packenden Wettkampf haben die Nordischen Kombinierer bei ihrer Weltcup-Premiere auf einer Skiflugschanze Werbung für ihren Sport gemacht. Johannes Rydzek setzte sich im Zielsprint mit 0,1 Sekunden Vorsprung vor dem Norweger Einar Luraas Oftebro durch und sicherte sich am Kulm in Bad Mitterndorf Rang drei.

Auch der Sieg wurde im Zielsprint entschieden: Der Finne Ilkka Herola verwies bei seinem ersten Weltcuperfolg den österreichischen Gesamtweltcupführenden Johannes Lamparter im abschließenden Langlauf über 7,5 Kilometer ebenfalls um 0,1 Sekunden auf Rang zwei. Wendelin Thannheimer wurde Achter, direkt gefolgt von Julian Schmid.

Die Kombination steht vor dem Olympia-Aus. Mit neuen Wegen will man die Sportart, die seit 1924 im olympischen Programm ist, attraktiver machen und das IOC umstimmen. 

Weite Flüge und Begeisterung 

Und die Kombinierer lieferten begeisternden Sport ab. Lamparter sorgte mit 236,5 Metern für den weitesten Flug. Mit David Mach (220,5 Meter), Thannheimer (214,5), Johannes Rydzek (212,5) und Simon Mach (204) knackten auch vier der sieben deutschen Starter die magische 200er-Marke. 

DSV-Sportdirektor Horst Hüttel hatte im Vorfeld in einer Medienrunde von der „Mission Klassenerhalt“ gesprochen. „Wir müssen schauen, dass der Sport attraktiv bleibt, das kann ein wichtiger Step sein“, sagte Hüttel.

Aus Sicht der Athleten war es das auf jeden Fall. Rydzek hofft wie Bundestrainer Eric Frenzel, dass das Skifliegen einmal in der Saison in den Weltcupkalender aufgenommen wird. „Das wäre unglaublich schön. Die Möglichkeiten sind da und ich hoffe, dass wir das nutzen“, sagte der zweimalige Olympiasieger in der ARD. 

Frenzel, in seiner aktiven Laufbahn dreimal mit Olympia-Gold dekoriert, ergänzte: „Es war der richtige Weg, das hier anzugehen. Ich hoffe sehr, dass man an diesem Highlight festhalten kann und so was für die weiteren Jahre etabliert.“

Entscheidung fällt im Juni

Im Mai kommen das Programmkomitee und das Executive Board des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zusammen. Nach den Beratungen werden die Sportarten vorgeschlagen, die bei den Winterspielen 2030 in den französischen Alpen dabei sein sollen. Die Entscheidung soll dann im Juni verkündet werden.