Magdeburg l Ein Sommer in den Bergen ist auch sehr schön. Saftig grüne Wiesen, Glocken, die von Kühen läuten, schroffes Gestein auf den Anstiegen in sauerstoffärmere Höhen. Das erlebt Franziska Hildebrand alljährlich in der Saisonvorbereitung auf ihren Alpen-Touren per Moutainbike oder Rollskiern. Aber „in wenigen Tagen“, teilte die Biathletin aus Köthen auf ihrer Facebook-Seite mit, „beginnt schon wieder das Schneetraining“. Für die anstehende Weltcup-Saison nämlich.

In dem Video sitzt die 32-Jährige auf einer Bank. Gekleidet in rotem Dress, blauen Shorts, blauen Turnschuhen. „Ich bin ziemlich kaputt“, sagte sie. Zwei Wochen deutsche Sommermeisterschaften liegen hinter ihr, zwei dritte, ein vierter und ein sechster Rang waren ihre Ausbeute. „Ich konnte gute Leistungen zeigen“, resümierte sie ihre Auftritte, mit denen sie sich fürs Weltcup-Team qualifiziert hat. Und dies nach einem schwierigen Start in die Vorbereitung. Aufgrund einer Fußverletung „musste ich sechs Wochen eine Orthese tragen“.

Neureuther hört auf

Die zweifache Staffel-Weltmeisterin geht damit in ihre neunte internationale Saison in der Elite, die am 29. November im schwedischen Östersund beginnt und in der WM in Antholz (Italien) im Februar ihren Höhepunkt findet. Nach dem Rücktritt von Olympiasiegerin Laura Dahlmeier wird es ein schwieriger Winter für die deutschen Damen, die nicht nur auf Dahlmeier, sondern auch endgültig auf Miriam Neureuther, geborene Gössner, verzichten müssen.

Die Frau des langjährigen alpinen Skifahrers Felix Neureuther erwartet ihr zweites Kind und hat sich bei der Vorstellung eines Kinderbuches über Ernährung gestern in München vom Leistungssport verabschiedet: „Ich glaube, dass sich das Thema bei mir definitiv erledigt hat“, sagte die 29-Jährige, die unter ihrem Mädchennamen Gössner bekannt wurde. „Ich habe gemerkt, dass andere Dinge für mich wichtiger sind.“