Magdeburg l „Wir sind damit die erste Bahn in Deutschland, wo wieder Zuschauer zu Galopprennen dürfen“, betonte Vereins-Präsident Heinz Baltus. Seit dem 7. Mai gehen nach monatelanger Zwangspause die Vierbeiner zwar wieder an den Start, aber eben vor leeren Rängen. Das gilt leider auch für das Mega-Event am Sonntag, das 151. Deutsche Derby in Hamburg-Horn, das die höchsten Galopprennpreise des Jahres ausschüttet. 650 000 Euro sind es diesmal, allein 390 000 Euro erhält der Sieger.

Zurück zum Magdeburger Renn-Verein, der aufgrund der aktuellen Entwicklungen und Lockerungen vor neue Herausforderungen gestellt wird. So muss sich für den 31. Juli jeder Gast im Vorfeld schriftlich registrieren lassen. Um ein Gedränge an besagtem Freitag im Eingangsbereich zu verhindern, rufen die Verantwortlichen dazu auf, so schnell wie möglich eine E-Mail an den Club zu schicken.

Das betrifft sowohl Erwachsene als auch Kinder. Und es gilt die bekannte Redewendung: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Wenn das Geld überwiesen ist, werden die Karten zugeschickt. Per Facebook ist im Übrigen ein Ticket ebenfalls erhältlich. „Da wir rund 200 Gäste in unserem VIP-Zelt haben werden, können sich also 800 Personen unseren ersten Renntag anschauen“, sagte Baltus, der „nicht mehr damit gerechnet hatte, dass wir tatsächlich noch vor Zuschauern veranstalten dürfen“.

Eintrittsgelder steigen

Ein deutlich höherer Aufwand wie Absperrungen, Markierungen, Desinfektionsmittel und -ständer am Renntag selbst oder das Ticket-Procedere mit Portokosten im Vorfeld führt zwar dazu, dass die Eintrittsgelder deutlich angehoben wurden, aber der Club setzt auf das Verständnis der hiesigen Galoppsport-Interessierten in einer außergewöhnlichen Zeit und darauf, dass nach Beendigung der Krise wieder „normale“ Preise gelten. Für Ende Juli zahlen Erwachsene jetzt 20 Euro (statt 7 Euro) und Kinder 2 Euro (sonst freier Eintritt). Baltus verweist in diesem Zusammenhang auf Leipzig, wo am Renntag Ende Juni „eine Karte bis zu 49 Euro kosten sollte, der Dachverband dem Club aber einen Strich durch die Rechnung machte und gar keine Zuschauer zuließ“.

Daran, dass es jede Menge Anmeldungen von Besitzern, Trainern und Jockeys für den Magdeburger Herrenkrug geben dürfte, hat der Präsident aufgrund bemerkenswerter Zahlen keinen Zweifel: „Die Rennpreise liegen bei sechs Rennen mit Ausgleich IV bei 6000 Euro, bei zwei Rennen mit Ausgleich III sogar bei 7000 Euro.“ Der 67-Jährige weiter: „Wir machen das, weil wir zeigen wollen, dass wir kein Provinzland sind und ich der Meinung bin, dass der Basissport gestärkt werden muss.“

Premiere der neuen Startmaschine

Baltus erinnerte in diesem Zusammenhang an ein Wort des Bundesfinanzministers Olaf Scholz, der das Corona-Konjunkturpaket „mit Wumms“ genannt hatte: „Das nehmen wir uns gerne zu eigen.“

Wenn es dann am 31. Juli – Rennbeginn soll um 15 oder 15.30 Uhr sein – tatsächlich losgeht, erlebt bekanntlich auch die neue Startmaschine, zugelassen für nunmehr 15 statt 12 Pferde, ihre Premiere. Für den 16. Juli hat sich die Rennbahn-Prüfungskommission in Magdeburg angekündigt, um das neue „Schmuckstück“ abzunehmen und insgesamt „grünes Licht“ für den Aufgalopp zu erteilen.

Für die Registrierung an info@galopprennbahn-magdeburg.de schreiben.