Linz/Magdeburg l Es hat eine Weile gedauert, ehe die Kamera das deutsche Boot ins Visier nehmen durfte. Jene Kamera, die parallel zur imaginären Ziellinie aufgestellt wurde. Erst kam die Niederlande, dann die Polen, dann die Italiener, auch noch die Australier, bis der deutsche Doppelvierer nach 2000 Metern ebenfalls vor die Linse ruderte. Mit 12,56 Sekunden Rückstand auf Weltmeister Niederlande im Finale von Linz-Ottensheim (Österreich) am Sonnabend.

Die erhoffte Medaille ist Max Appel beim ersten Endlauf bei seiner dritten WM also verwehrt geblieben, was auch die Livestream-Zuschauer wehmütig zur Kenntnis nahmen: "Ich hatte den Jungs eine Medaille gewünscht", sagte Appels Heimtrainer Roland Oesemann. Doch mit 6:04,31 Minuten fehlten dem Quartett des Deutschen Ruderverbandes (DRV) am Ende sogar 8,22 Sekunden auf die drittplatzierten Italiener. Zumindest hatten sich Appel & Co. allein mit dem Finaleinzug den Quotenplatz für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio gesichert.

Selbst damit konnte sich Maximilian Planer am Sonnabend nicht trösten: Der 28-jährige Bernburger verpasste mit Rang vier im B-Finale einen Startplatz für den Vierer ohne Steuermann in Tokio. Dazu hätten Nico Merget, Planer, Felix Wimberger und Felix Brummel wenigstens Zweiter werden müssen. Doch wie schon im Halbfinale reichte die Kraft nicht für einen zügigen Endspurt, den letztlich die Niederlande als Sieger in 6:07,450 Minuten und die Schweiz (6:08,13) am schnellsten zogen. Planer und seine Crew erreichten erst nach 6:14,03 Mnuten das Ziel - Rang zehn im Gesamtklassement. Weltmeister wurde Polen.