Fußball, 1. Runde "Krombacher-Kreispokal": SC Nedlitz - Walternienburger SV 3:1 (1:0)

Vorfläming-Kicker ohne Mühe weiter

Von Helmut Friedrich 09.08.2011, 04:30

Nach den erfolgreichen Vorbereitungsspielen hatten die Nedlitzer Kreisoberliga-Fußballer am Sonnabend in der ersten Kreispokalrunde den Liga-Aufsteiger, Walter- nienburger SV (WSV), zu Gast und sicherten sich mit einem 3:1 (1:0)-Sieg den Einzug in die nächste Runde.

Nedlitz. Die SC-Kicker mussten auf Neuzugang Chris- tian Schmidt (Studium) und Libero David Ritze (Urlaub) verzichten. Sie gingen mit einer offensiven Einstellung in die Partie. Wichtig war, dass der WSV-Spielgestalter Stefan Kuhle nicht ins Spiel kam. Im Sturm war WSV-Torjäger Marc Schröter bei Daniel Pilatzek in den besten Händen.

Der SC hatte in der ersten Minute durch Marcel Kilz eine gute Möglichkeit, doch sein 20-Meter-Schuss verfehlte das Ziel. Die nächste Chance hatte Maik Fambach (7.). Nach präziser Flanke von Eduard Hahn landete sein Kopfball knapp über dem WSV-Kasten. In der 15. Minute schloss Kilz eine gute Kombination zum 1:0 ab, doch Linienrichter Peterschilka entschied auf Abseits.

Die Einheimischen erhöhten trotz drückender Hitze das Tempo. Die WSV-Elf hielt voll dagegen. Besonders in der WSV-Abwehr mit dem umsichtigen Libero Frank Plantikow gab es kein Durchkommen.

In der 20. Minute setzte Nikolai Kuklin zum Sturmlauf an. Seine Flanke köpfte Hahn freistehend zum 1:0 ein. Bereits zwei Minuten später hätte der SC erhöhen können. Nach einem Sololauf wurde Fambach im WSV-Strafraum unfair vom Ball getrennt. Doch den Strafstoß von Sebastian Daudert wehrte WSV-Keeper Mirko Deistler ab. Der Ball sprang genau vor die Füße von Hahn, doch der traf aus Nah- distanz das leere Tor nicht.

In der 25. Minute hatten die Gäste ihre erste Möglichkeit. Ein 20-Meter-Freistoß landete in der SC-Mauer.

Die Partie wurde hektischer. Schiedsrichter Grünwoldt hatte alle Hände voll zu tun. Vor der Pause versetzte Kuhle die SC-Abwehr, doch Keeper Thomas Meyer lenkte die Kugel mit den Fingerspitzen zur Ecke. Daudert hätte den SC noch höher in Front bringen können, doch sein Schuss landete neben dem WSV-Tor.

In Hälfte zwei wartete die Heimelf mit einer anderen Spielgestaltung auf. Sie nahm das Tempo heraus, spielte verhaltener und wollte über Konter zum Erfolg kommen. Dies trug in der 54. Minute Früchte. Hahn ließ Nizar Ben Hamida hinter sich und sah den freistehenden Kilz, der ohne Mühe zum 2:0 vollendete.

Die Gäste lösten ihre Libero-Position auf, um zum Anschlusstreffer zu kommen. Chancen dazu waren vorhanden. Doch die gut organisierte Abwehr um das Stoppergespann Kevin Göritz/Pilatzek bereinigte brenzlige Situationen. Der SC blieb gefährlich. So zeigte Deistler nach einem Geschoss von Kuklin sein ganzes Können und verhinderte einen Gegentreffer (65.). Deistler wehrte auch einen Schuss vom allein durchbrechenden Kilz ab (73.).

In der 77. Minute versuchte sich WSV-Stürmer Schröter mit einem direkten Freistoß, der nur knapp das Ziel verfehlte. Ebenso knapp strich ein Daudert-Freistoß über das WSV-Gehäuse (80.).

In der 81. Minute kam es zur endgültigen Entscheidung. Eine verunglückte Eingabe von Fambach landete im WSV-Strafraum. Mit letztem Einsatz spitzelte Daniel Steller den Ball zu Kilz, der zum 3:0 einschob.

Trotz des klaren Rückstandes gaben die Gäste nie auf. Den Lohn dafür bekamen sie in der 85. Minute. Nach Patzer der SC-Abwehr verkürzte Kuhle auf 1:3. In den letzten Minuten hatte der SC durch Kilz und Thomas Sanftenberg zwei dicke Chancen, doch es blieb beim verdienten 3:1-Sieg.

Am kommenden Wochenende ist Punktspielstart für die Saison 2011/12. Die Nedlitzer empfangen auf dem Eckernkamp die Reserve von Germania Roßlau.