Uelzen/Magdeburg l Nach dem Fußballspiel des 1. FC Magdeburg gegen St. Pauli soll es am Sonnabend während der Rückfahrt der FCM-Fans mit dem Zug zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung gekommen sein. "Ein Zeuge hat berichtet, dass auf einen jungen Mann eingeschlagen wurden ist", sagte Holger Jureczko, Pressesprecher der Bundespolizei Bremen. Etwa 525 Fans waren aus Magdeburg in einem Metronomzug von Hamburg nach Uelzen unterwegs. Der Zug kam verspätet in Uelzen an.

Dabei fielen auch Bedrohungen und Beleidigungen gegenüber anderen Fahrgästen. Bisher sei laut Jureczko unklar, ob es sich um einen Fan des 1. FC Magdeburg handelte. Auch die Anzahl der Täter ist noch ungewiss. "Der Zug war sehr voll und die Lage unübersichtlich. Bisher gibt es nur diesen einen Zeugen, der etwas zum Geschehen erzählen konnte", sagte Jureczko, "um diese Zeugenaussage zu bestätigen, brauchen wir allerdings noch mehr Aussagen von Zeugen und Geschädigten".

Noch keine Strafanzeige

Die Personenbeschreibung eines mutmaßlichen Täters liege vor, müsse aber durch mindestens einen Geschädigten bestätigt werden. "Unter den Magdeburger Fußballfans sind einige dabei, die wir als Risiko-Personen einstufen", erkärte Holger Jureczko. Bisher ist noch keine Anzeige eines Opfers bei der Bundespolizei eingegangen. Die Bundespolizei Bremen bittet mögliche Opfer darum, sich unter der Telefonnummer (0421) 162995 zu melden.

"Abgesehen von der gewöhnlichen Vermüllung der Waggons gab es jedoch kaum Vandalismusschäden", sagte Jureczko. 100 Beamte wurden zum Uelzener Bahnhof geschickt, um den Umstieg der Magdeburger Fans zu sichern. Der Hundertwasser-Bahnhof war in diesem Zeitraum abgesperrt, der Zugverkehr lief aber normal weiter.