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Deutsches Team bei Olympia Zu oft Vierter - Chef de Mission: „Das schmerzt“

„Irgendwo zwischen Drama und Tragödie“: Das Olympia-Fazit des deutschen Teams wird durch die Trauer über viele knapp verpasste Medaillen belastet.

Von dpa 21.02.2026, 11:17
Die Bilanz von Chef de Mission Olaf Tabor: „Freude, Stolz und eine Prise Ernüchterung“.
Die Bilanz von Chef de Mission Olaf Tabor: „Freude, Stolz und eine Prise Ernüchterung“. Michael Kappeler/dpa

Cortina d'Ampezzo - Die hohe Zahl vierter Plätze für die deutschen Olympia-Teilnehmer trüben bei Chef de Mission Olaf Tabor die Bilanz der Winterspiele in Italien. „Das schmerzt deswegen, weil es irgendwo zwischen Drama und Tragödie abgelaufen ist“, sagte der Leistungssport-Vorstand des Deutschen Olympischen Sportbunds am Tag vor der Schlussfeier. Vor den letzten beiden Wettkampftagen hatte das deutsche Team mit zwölf vierten Plätzen die meisten aller Nationen bei diesen Spielen.

„Sie gehören zum Ergebnis der Mannschaft, da müssen wir mal schauen, wie wir das hinterher auswerten“, sagte Tabor. Auch der Blick auf den Medaillenspiegel verdeutliche, dass die Weltspitze noch enger zusammengerückt sei. Den angepeilten Platz unter den Top Drei der Nationenwertung werde die deutsche Delegation verfehlen, räumte Tabor ein. 

Fazit: „Freude, Stolz und eine kleine Prise Ernüchterung“

Die Wettbewerbe hätten gezeigt, dass die internationalen Konkurrenten an der Spitze „mit ihrem Medaillenpotenzial offenbar sorgsamer umgehen und da, wo es Chancen gibt, diese öfter in Edelmetall ummünzen“, stellte der 55-Jährige fest. Seine Gefühlslage am Ende des Italien-Gastspiels beschrieb er so: „Freude, Stolz und eine kleine Prise Ernüchterung“.