Kuala Lumpur (dpa) - Karla Borger und Julia Sude haben im Ringen um die begehrten Startplätze für Olympia 2020 das erste Signal gesetzt.

Das seit diesem Jahr zusammenspielende Nationalduo aus Stuttgart bringt vom Beachvolleyball-Turnier in Malaysia einen starken dritten Platz, 480 Punkte für die Weltrangliste und eine Prämie von 5000 Dollar mit nach Hause. "Eine großartige Teamleistung", jubelten die 30 Jahre alte ehemalige Vizeweltmeisterin Borger und ihre ein Jahr ältere Partnerin Sude nach einem 2:0 (23:21, 21:19) am Samstag im kleinen Finale gegen die Spanierinnen Paula Soria und Maria Carro.

Borger und Sude sind damit nach dem ersten gemeinsamen Welttour-Bronze auch im internen Ringen um die maximal zwei deutschen Frauen-Olympia-Tickets für Tokio 2020 erst einmal im Vorteil. Für Olympiasiegerin und Weltmeisterin Laura Ludwig, die nach Babypause nun mit der ehemaligen Hallen-Topspielerin Margareta Kozuch antritt, musste schon nach dem Achtelfinale die Koffer packen.

Eine Überraschung schafften beim Drei-Sterne-Turnier in Kuala Lumpur Alexander Walkenhorst und Sven Winter (Düsseldorf), die nicht zu den geförderten deutschen Nationalteams gehören. Das Duo drang durch einen 2:0-Sieg im internen deutschen Duell gegen das Nationalteam Philipp-Arne Bergmann und Yannick Harms (Hamburg) bis ins Halbfinale vor. Dort unterlagen Walkenhorst/Winter dem brasilianischen Topteam Alison/Alvaro Filho mit 0:2 (18:21, 16:21). Im Spiel um Platz drei verloren sie dann gegen die US-Amerikaner John Hyden und Ryan Doherty 0:2 (17:21, 7:21). Dennoch sind 420 Weltranglistenpunkte, die für die Olympia-Qualifikation zählen, ein wertvoller Erfolg.

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