Geelong (dpa) - Nach der vielleicht stärksten Turnierwoche seiner Tischtennis-Karriere hat der deutsche Nationalspieler Patrick Franziska das Endspiel der Australian Open nur knapp verpasst.

Gegen den Weltranglisten-Ersten Xu Xin aus China vergab der 27-Jährige im Halbfinale einen Matchball und eine 3:2-Satzführung und verlor am Ende noch mit 3:4. "Ich durfte ganz nahe dran schnuppern", sagte der Weltranglisten-17. vom 1. FC Saarbrücken nach dem Match. "Jetzt bin ich natürlich erst einmal tief enttäuscht, weil wirklich sehr, sehr viel drin war. Alles in allem war es aber ein supertolles Turnier für mich, das mir noch mehr Selbstvertrauen geben wird."

Vor seiner Niederlage gegen Xu Xin hatte Franziska bei diesem World-Tour-Wettbewerb in Geelong unter anderem den ehemaligen Weltranglisten-Ersten Fan Zhendong aus China sowie den Vizeweltmeister Mattias Falck aus Schweden besiegt. Der gebürtige Odenwälder etabliert sich damit immer mehr in der absoluten Weltspitze, da er zusammen mit Timo Boll auch zu den besten Doppeln der Welt gehört und im Mixed zusammen mit Petrissa Solja in diesem Jahr bereits WM-Bronze sowie die Europaspiele gewann.

Zur World Tour gehören im Tischtennis die wichtigsten zwölf Turniere des Jahres. Nach seinem Halbfinal-Sieg gegen Franziska gewann der 29 Jahre alte Xu Xin in Australien auch das Endspiel gegen Wang Chuqin mit 4:0. Der erst 19 Jahre alte Chinese hatte zuvor im Halbfinale den Weltmeister und Olympiasieger Ma Long besiegt. Während Xu Xin nun nacheinander die Japan, Korea und Australian Open gewann, erreichte Franziska in seiner Karriere bislang nur ein World-Tour-Finale: 2017 verlor er bei den Korea Open gegen seinen Freund Timo Boll.

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