Berlin (dpa) - Alfons Hörmann hat als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) auf die Wichtigkeit von Rettungsprogrammen für den Sport im Zuge der Coronavirus-Pandemie hingewiesen.

"Wir sind mit der Politik über alle Ebenen in entsprechenden Hilfsprogrammen unterwegs. Wenn das nicht kommt, dann wird der deutsche Sport in seiner Vielfalt und all seiner Qualität in Zukunft nicht mehr der sein, wie er es bisher war. Daran kann niemand in unserem Land Interesse haben", sagte Hörmann im ZDF.

Bei der Frage nach den Bestrebungen des Fußballs, die Saison mit Geisterspielen noch zu Ende zu bringen, gab sich Hörmann diplomatisch. "Man kann gutes Verständnis für beide Positionierungen haben. Auf der einen Seite der berechtige Wunsch der DFL und der Vereine, wieder schrittweise einzusteigen. Aber auch für diejenigen, die dem kritisch gegenüber stehen", sagte Hörmann.

Es sei ein Experiment, das Chancen biete, aber auch erhebliche Risiken mitbringe. "Ich hoffe sehr, dass es gelingt, ein Konzept umzusetzen, dass am Ende dem Fußball mehr Nutzen als Schaden bringt", betonte der DOSB-Chef. Die DFL habe aber alles dafür getan, um die Risiken zu minimieren.

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