Frankfurt/Main (dpa) - DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat angesichts der Erfolge der alpinen Skiläufer und der bisher weniger guten Resultate bei den Biathleten bei den jeweiligen Weltmeisterschaften den Wert der breiten Förderung von Disziplinen und Sportarten gelobt.

"Es bestätigt sich einmal mehr als wertvoll, dass Verbände - wie in diesem Fall der Deutsche Skiverband - sich breit über alle Disziplinen und über alle Sportarten, die in ihrer Verantwortung sind, aufzustellen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Dadurch können die ganz besonderen Erfolge auf der einen Seite auch mal die weniger erfolgreichen Phasen auf der anderen Seite ausgleichen."

Bei der WM in Cortina d'Ampezzo gewannen die deutschen alpinen Skiläufer bis Mittwoch drei Silbermedaillen und einmal Bronze - so viel wie seit Jahren nicht mehr. Die erfolgsgewohnten Biathleten holten bei der WM in Pokljuka/Slowenien bisher nur einmal Silber.

"Biathlon war über lange Jahre, ja über Jahrzehnte eines der großen Aushängeschilder des DSV", erklärte Hörmann, der von 2005 bis 2013 DSV-Präsident gewesen ist. "Die Biathleten haben mit zahlreichen Medaillen die Bilanzen Deutschlands auch bei Olympischen Spielen deutlich mitgeprägt. Jetzt läuft es ausnahmsweise mal nicht so, aber ich bin sicher, dass wir gerade auch bei den Biathleten bald wieder bessere Zeiten erleben werden."

Als ehemaliger DSV-Präsident freue er sich sehr darüber, dass die heute Verantwortlichen in Präsidium und Vorstand diese Grundphilosophie der breiten Aufstellung weiterhin so erfolgreich umsetzen würden. "Nämlich gerade alle Kraft und Intensität in die Sportarten zu investieren, in denen es gerade nicht so gut läuft", sagte Hörmann.

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